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FREISTADT/ST. VEIT. Nach dem großen Erfolg seines Romans „Der Perlenpflücker“ hat der HLW-Professor Kurt Haspel im Winter die Fiktion „Auf der Suche nach dem verlorenen Wort“ veröffentlicht. Ende März durfte er das Buch auch auf der Leipziger Buchmesse präsentieren.

Kurt Haspel stammt aus St. Veit.Foto: Rachel Feichtinger
Kurt Haspel stammt aus St. Veit.Foto: Rachel Feichtinger

Der Mühlviertler Medien-Pädagoge ist als Autor kein unbeschriebenes Blatt. Mit seinem neuen Werk will er der Frage „Wie viel zählt die Würde eines Menschen in einer Welt, in der es keine Würde mehr gibt?“ auf den Grund gehen. Es ist die berührende Erzählung von Männerfreundschaft und einer verbotenen Liebe vor dem Hintergrund einer fiktiven Demokratie, die in Wahrheit eine geschickt getarnte Diktatur ist.

Die fiktive Regierung dieser sogenannten Neuen Freien Diktatur lässt Wörter verbieten, überwacht die Menschen lückenlos und manipuliert die Wahrheit mit Hilfe des Fernsehens. Gewalt statt Menschlichkeit. Sogar das berüchtigte Lager Hartheim wird wieder in Betrieb genommen.

Auslöser: Trump & Co.

Haspel haben die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre zum Schreiben dieser dunklen Fiktion bewegt: „Die Frage ist, wie nahe sind wir der Fiktion schon und wie viel Demokratie haben wir noch. Es ist die Aufgabe eines Autors, rechtzeitig auf gesellschaftliche Entwicklungen hinzuweisen“, so Haspel, der bald auch im Freien Radio Freistadt über das Thema sprechen wird.

Zwei weitere Werke sind in Arbeit

Die Schauplätze im Buch sind fiktiv und können überall sein. „Ich versuche die Faktenlage so zu abstrahieren, dass sie überall sein könnten.“Der 48-Jährige unterrichtet seit Jahren an der HLW Freistadt und an der Pädagogischen Hochschule in Linz und ist eigentlich Filmemacher. Derzeit hat er sich aber eher dem Schreiben zugewandt und arbeitet bereits an seinem dritten und vierten Roman. Einer davon wird die Fortsetzung des „Perlenpflückers“ sein, das zweite Buch ein Thriller. „Ich finde es fad, immer das gleiche Genre zu bedienen. Dann kennt man ja gleich alles.“


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