Atomstopp unterstützt tschechische Gemeinde gegen atomares Endlager
BEZIRK FREISTADT. Auch heuer wird sich atomstopp wieder an der Protestaktion gegen ein atomares Endlager in der tschechischen Gemeinde Manovice beteiligen.

Gemeinsam machen sich Aktivistinnen aus Tschechien und Deutschland zu Fuß und auf dem Fahrrad von Pacejov nach Manovice auf. „Bereits seit elf Jahren organisiert der tschechische Verein 'Atomabfall Nein danke, kein Interesse!' diese allsommerliche Protestaktion. Für die Vertreter von atomstopp ist es fast schon Tradition, die tschechischen Aktivisten in ihrem Widerstand gegen das Endlager zu unterstützen und sich an der Protestaktion zu beteiligen. Wir sind heuer das vierte Mal mit dabei, wenn es darum geht, aufzuzeigen, dass der atomare Irrsinn schwer auf den Rücken von kommenden Generationen gelastet und die Frage der Haftung für Endlager, die für eine Million Jahre sicher sein müssen, völlig außer Acht gelassen wird“, sagen Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich. Start der Protestaktion ist am Samstag, dem 18. Juli um 13.30 Uhr beim Bahnhof in Pacejov Protestaktion: zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Manovice (ca. 5 km) Abschluss der Protestaktion: Drachenwiese in Manovice mit Rede- und Musikbeiträgen Manovice ist einer von fünf möglichen Standorten in der engeren Auswahl für ein atomares Endlager in der Tschechischen Republik. Der Widerstand gegen die Endlager ist generell sehr groß und die Atomindustrie tut sich schwer, die Leute von der Sicherheit der Endlagerung zu überzeugen. “Aus unserer Sicht ist es unmöglich, zu garantieren, dass der radioaktive Abfall eine Million Jahre sicher verwahrt werden kann. Das ist aber die Voraussetzung, wenn man von einer sicheren Endlagerung spricht. Die Frage der atomaren Haftung ist auch schon im Katastrophenfall unverantwortlich gering: nicht einmal 1 Prozent eines potenziellen Schadens ist aktuell durch den Betreiber versichert. Wer bitte soll die Haftung für Schäden übernehmen, die in 500 Jahren auftreten oder in 2.000 Jahren oder in 500.000 Jahren, weil die Endlager doch nicht sicher sind? Es ist völlig absurd und der einzig logische Schritt ist: Raus aus der ATomkraft! Alle Anstrengungen müssen ab sofort in die Sicherung der bereits angerichteten Probleme gelenkt werden“, sagen Egger und Schweiger abschließend.


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