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BEZIRK FREISATDT. Nach allerletzten Markierungsarbeiten, elektrotechnischen Tests und einer finalen Kontrollfahrt hat die ASFINAG die S 10 Mühlviertler Schnellstraße gestern knapp vor Mitternacht für den Verkehr freigegeben. Am Sonntag, um 23.50 Uhr gingen die Lichter auf grün und der erste Fahrer, Andreas Golatz, Pfarrer von Gutau, wurde von Autobahnmeister Thomas Mitterndorfer, der ab jetzt für den Betrieb der Strecke verantwortlich ist, in Empfang genommen.

Andreas Golatz, Pfarrer von Gutau, war der erste Fahrer auf der S10. Foto: Asfinag
Andreas Golatz, Pfarrer von Gutau, war der erste Fahrer auf der S10. Foto: Asfinag

Das Mühlviertel und Freistadt sind nun optimal an Linz und den oberösterreichischen Zentralraum angebunden. Mit neuen 17 Kilometern Schnellstraße zwischen Unterweitersdorf und Freistadt Süd wächst das österreichische Autobahnnetz auf 2.200 Kilometer an. Die Umfahrung Freistadt – fünf Kilometer ganz im Norden der S10 – ist bereits seit November 2014 unter Verkehr. „Wir wollen unseren Kunden ein leistungsfähiges, verkehrssicher ausgebautes und gut serviciertes Netz zur Verfügung stellen. Die Fertigstellung der Mühlviertler Schnellstraße ist dabei ein absolutes Highlight in unserem Infrastruktur-Programm. Die neue Strecke bringt eine enorme tägliche Erleichterung für tausende Pendler in der Region“, betonte ASFINAG Vorstand Alois Schedl. 

Ausblick auf 2016: Endvermessung von 22 Kilometern beiderseits der Strecke

Vor Beginn und jetzt wieder nach Verkehrsfreigabe ist besonders die ASFINAG Grundeinlöse gefordert. In Summe wurden für die Mühlviertler Schnellstraße 570 Hektar beansprucht: Davon 190 temporär für Baumaßnahmen, 120 für ökologische Ausgleichsflächen sowie 210 für die Trasse selbst. Betroffen sind 1700 Grundstücke: 750 Übereinkommen wurden bereits abgeschlossen und rund 1200 Verträge werden es nach Abschluss der sogenannten „katastralen Endvermessung“ insgesamt sein. Diese geht dann über die Bühne, wenn bereits der Verkehr auf der Straße rollt. Die ASFINAG führt dann eine Unzahl an Grenzverhandlungen durch. Auf deren Grundlage werden dann abschließende Verträge mit sämtlichen Eigentümern geschlossen und die Grundstücke für die Republik Österreich im Grundbuch eingetragen. Rund 22 Kilometer beiderseits der S10 Trasse samt Nebenanlagen werden so in den kommenden Monaten vermessen und rund 3000 Grenzmarken neu gesetzt.


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