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FREISTADT.  Die  Heizung  ist kaputt, bei den Fenstern zieht es herein, das Dach ist undicht, und von behindertengerechter Ausstattung ist ohnehin keine Spur. Trotzdem muss die Lebenshilfe-Tagesheimstätte Am Pregarten auf ein neues Quartier vorerst verzichten.

Bundesrat Michael Lindner hat mit Inge Waldschütz (r.) und Einrichtungsleiterin Julia Mitterlehner (l.) die Tagesheimstätte besichtigt. Foto: SPÖ Freistadt

„Uns ist schleierhaft, wieso das Land OÖ noch Geld in die Sanierung steckt, die Tagesheimstätte ist einfach nicht mehr menschenwürdig  weiterzuführen,  in  der Privatwirtschaft würde das Arbeitsinspektorat  Feuer  rufen“, klagt  Lebenshilfe-Obfrau Inge Waldschütz. Die bisher genehmigten Beträge für Teilreparaturen würden nicht einmal für den Installateur  reichen.  Mit  dem ehemaligen DM-Geschäftslokal in der Neuhoferstraße hätte die Lebenshilfe bereits ein geeignetes Mietobjekt als Ersatzquartier für die neun Klienten und deren Betreuer gefunden. Obfrau Waldschütz: „Die Lage ist zentral und günstig, nahe an unserem Aktivshop, und zudem behinderteng-recht.“ Die Miete von sieben Euro pro Quadratmeter sei branchenüblich. Dennoch heißt es bei der Sozialabteilung des Landes OÖ bislang „bitte warten“.  Renate Hackl, zuständig für die Einrich-tungen der Lebenshilfe: „Wir sind für ganz OÖ zuständig, und Freistadt ist leider in der Prioritätenliste nicht ganz oben.“ Die Mi-tel im Sozialbudget seien knapp kalkuliert, und mehrere andere Lebenshilfe-Einrichtungen hätten  noch  dringenderen  Bedarf als Freistadt. „Wenn es wirklich so dringend ist, hätte man uns das auch schon vor 2015 mitteilen  können“,  sagt  Hackl.  Eine mittelfristige Überarbeitung der Budgetplanung mache eventuell in den kommenden drei bis vier Jahren Mittel frei. „2016 gibt es aber definitiv keine Möglichkeit.“ Am  Montag  überzeugte  sich Bundesrat  Michael  Lindner (SPÖ) persönlich vom Zustand der Tagesheimstätte Am Pregarten. „Es besteht hier dringender Handlungsbedarf, die Klienten brauchen ein neues Quartier. Wir werden uns für die Tagesheimstätte einsetzen“, sagt Lindner.


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