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Eine verantwortungsvolle Aufgabe kommt den Mühlviertlern Herbert Wiederstein und Rene Höglinger bei der aktuellen Amerika-Tournee des Bruckner Orchesters zu. Die Arbeit der beiden Orchesterwarte findet zwar hinter den Kulissen statt, ist aber für einen perfekten Auftritt des Orchester von großer Bedeutung.

Kraft und Kondition braucht die Stage Crew des Bruckner Orchesters: rechts vorne Herbert Wiederstei, daneben Rene Höglinger, im Truck stehend Martin Edtmayr

„In weltberühmten Häusern wie der Carnegie Hall in New York zu arbeiten ist natürlich ein besonders Erlebnis“, lässt Herbert Wiederstein, seit mehr als sieben Jahren Chef der Orchesterwarte, die Tips via E-Mail wissen. Noch bis 14 Februar ist der gebürtige Leopoldschlager, der jetzt in Neumarkt/Mkr. wohnt, mit dem Bruckner Orchester auf Tournee in den USA. Dabei zeichnet Wiederstein gemeinsam mit seinem Kollegen Rene Höglinger, einem weiteren Mühlviertler mit Wurzeln in Haslach, für den reibungslosen Auftritt „ihres“ Bruckner Orchesters verantwortlich. Unterstützung kommt noch von der Aushilfe Martin Edtmayr aus Eferding vor Ort, während Kollege Gerhard Hartl aus Rottenegg daheim im Linzer Musiktheater die Stellung hält.

Die Stage Crew im Einsatz

Der Arbeitsrhythmus der Stage Crew sei dabei ganz anders als jener der etwa 100 Musiker, aber genauso wichtig, betont Wiederstein. „Drei bis vier Stunden, bevor die Musiker die Bühne betreten, sind die Orchesterwarte schon lange vor Ort und checken die Bühne und den Backstagebereich. Wir entladen die Instrumente aus den Trucks und bereiten die Bühne für das Orchester vor. Nach dem Konzert geht alles seinen umgekehrten Gang“, hat Wiederstein stets ein Auge auf die kostbaren Instrumente.

Sieben Tonnen Instrumentenkisten

Insgesamt sind 61 Instrumentenkisten mit einem Volumen von 65 Kubikmetern und einem Gewicht von sieben Tonnen zu transportieren, zu ent- und wieder beladen. „Die größten Kisten für zwei Harfen, acht Kontrabässe, acht Kleiderkisten vor 110 Fräcke sowie viele Schlagwerk-Instrumente sorgen für ein entsprechendes Volumen“, erklärt der leitende Orchesterwart. Auch ein eigener Trafo für Gitarre und Bassverstärker ist mit im Gepäck, weil in Amerika eine andere Spannung (110 Volt) zur Verfügung steht.

Geduldsprobe bei strengen Kontrollen am Flughafen

Eine besondere Geduldsprobe erwartete die Orchesterwarte bei der Ankunft am amerikanischen Flughafen. „Aufgrund des strengen Artenschutzes mussten alle Kisten geöffnet werden und jedes Instrument wurde von den amerikanischen Behörden auf verbotene Hölzer und Elfenbeine kontrolliert“, sagt Wiederstein. „Dieses Prozedere dauerte beinahe zwölf Stunden.“

4000 Kilometer unterwegs

Nie schaffen es die Orchesterwarte während der Tournee vor Mitternacht ins Bett, und morgens heißt es wieder früh raus, rein in Flieger oder Bus und ab zum nächsten Konzerthaus. Insgesamt werden dabei mehr als 4000 Kilometer zurückgelegt. “Die Tournee ist sehr gut organisiert. Die Konzerte sind gut besucht und das Publikum ist begeistert“, ist der Applaus der Konzertbesucher auch für die Orchesterwarte der Mühen Lohn.

Am 11. Februar gibt das Bruckner Orchester ein Gastspiel im kalifornischen Davis, bevor es nach dem Konzert an der Standford University in Palo Alto am 12. Februar wieder heim nach Oberösterreich geht.

www.bruckner-orchester.at


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