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Träume einer Mutter

Kolumne von Susanne Überegger Foto: Wodicka
Kolumne von Susanne Überegger Foto: Wodicka

Unser Großer feiert bald seinen 9. Geburtstag. Heißt, seit neun Jahren bin ich ein Muttertier, das sein gesamtes Leben nach den Bedürfnissen und Befindlichkeiten des Nachwuchses ausrichtet. Erst die Kinder, dann die Mama, und...äh ja, einen Ehemann gibt es ja auch noch.

Zeit für sich selbst, das ist dieser unbezahlbare Luxus-Zustand, den Mütter, so meine ich, am allermeisten zu schätzen wissen! Kleine Auszeiten muss Mama sich einfach nehmen, damit das Familienrad nicht unrund weiterläuft.

Um die Batterien einmal so richtig aufzuladen, wünsche ich mir aber drei Tage Urlaub mit mir allein (man wird ja wohl noch träumen dürfen). Ich würde gar nicht wegfahren und froh sein, das Haus einmal nur für mich zu haben. Mann und Kinder dürfen ohne mich verreisen (ja gut, die Koffer packe ich).

Am ersten Tag würde ich (tja, ich kann auch nicht aus meiner Haut) Arbeiten im Haushalt erledigen, die ich normalerweise gar nicht erst beginne, weil ich weiß, dass ich sie eh nicht zu Ende bringen kann. Denn: Einer schreit immer!

Am zweiten Tag, so male ich mir aus, gehe ich den ganzen Tag lang shoppen (keine Kindersachen, ich reiße mich zusammen, Ehrenwort!) und gebe richtig viel Geld für mich selbst aus.

Das Beste aber kommt zuletzt: Am dritten Tag will ich mal nach Herzenslust faul sein (ein Zustand, den sich eine Mutter eigentlich niemals erlauben kann): Ich verbringe ihn mit mindestens zwei dicken Büchern und einer 300-Gramm-Schokotafel Traube-Nuss, die ich vor niemandem verstecken oder verteidigen muss, komplett im Bett!

Hach, was wäre das schön!


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