Seltenes Himmelsereignis: Mond verdunkelt sich für 103 Minuten
BEZIRK FREISTADT. Ein äußerst seltenes Himmelsspektakel findet am Freitag, 27. Juli, in den Abend- beziehungsweise Nachtstunden statt: eine totale Mondfinsternis, die längste im 21. Jahrhundert.

Der Astronomieverein Mühlviertel unter Obmann Franz Hof-stadler lässt sich dieses Spektakel natürlich nicht entgehen und lädt zum gemeinsamen Schauen am Hauptplatz Freistadt ein. Mit zwei großen Fernrohren kann man die totale Mondfinsternis ab zirka 21.30 Uhr – ab Mondaufgang – beobachten. Die maximale Verfinsterung ist um 22.30 Uhr erreicht. „Der Mond wird nicht ganz verschwinden, er wird stark verdunkelt zu sehen sein, weil er noch etwas Licht von der Erdatmosphäre bekommt. Wenn man am Mond wäre, würde man eine Sonnenfinsternis beobachten können“, sagt Hofstadler.
Längstes Himmelsereignis
Da sich der Mond auf seiner erdfernsten Bahn befindet und fast zentral durch den Erdschatten läuft, ergibt sich mit 103 Minuten die längste Totalitätsdauer einer Mondfinsternis im 21. Jahrhundert. Gegen Mitternacht sollte das Spektakel dann wieder vorbei sein. Auch der Planet Mars ist dann in derselben Gegend sehr schön zu sehen, weil er sich gerade in Erdnähe befindet. Wichtig für die Beobachtung wäre ein klarer Himmel und wenig bis gar kein künstliches Licht, dann ist das Ereignis am eindrucksvollsten.
Leidenschaft fürs Weltall
Den Astronomieverein Mühlviertel gibt es seit rund einem Jahr und er ist innerhalb kürzester Zeit auf 20 Mitglieder angewachsen. Der Verein bietet Sternenführungen in der Freiwaldsternwarte Sandl, Sternenwanderungen im Winterhalbjahr und monatliche Treffen an. Auch auf der Mühlviertler Wiesn kann man sich heuer über Weltall und Co. informieren.Im Rahmen des Sommerkinos am Braunberg steht der Verein ab August mit einem Fernrohr bereit, durch das die Kinobesucher derzeit vor allem die Planeten, Jupiter, Saturn und Mars beobachten können.
„Mich haben Sterne und das Weltall schon von Kind auf fasziniert. Ich wollte wissen, was hinter den Sternen steckt, welche Eigenschaften die Planeten haben und die Geheimnisse des Universums entdecken“, erzählt Franz Hofstadler. Dieses Interesse in ihm ist nie verschwunden. Weil er sich gedacht hat, es müsse noch mehr Menschen geben, die an der Astronomie interessiert sind, hat er den Verein gegründet. „Mein Hauptantrieb dabei war, mit den Leuten die Begeisterung zu teilen.“
Der Verein trifft sich jeden dritten Mittwoch im Monat im Gasthaus Vis à Vis in Freistadt – alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.


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