Freistadt als bienenfreundliche Gemeinde ausgezeichnet
FREISTADT. „Wir tun, was wir können, um unsere Bienen zu retten und die Artenvielfalt zu erhalten“, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Teufer und freut sich, dass die Bemühungen der Stadt mit der Verleihung des Titels „Bienenfreundliche Gemeinde“ gewürdigt wurden.

Bienenfreundliche Gemeinden verzichten mit Unterstützung des Bodenbündnis OÖ auf Pflanzenschutzmittel auf öffentlichen Grünflächen, bepflanzen diese bienenfreundlich und laden die Bevölkerung ein, auch ihre Hausgärten in kleine Oasen für Insekten zu verwandeln. Freistadt wurde als eine von 20 neuen „Bienenfreundlichen Gemeinden“ vergangene Woche von Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder ausgezeichnet.
Auch Umweltstadtrat Harald Schuh freut sich über die Auszeichnung: „Damit ist in Freistadt ein symbolträchtiger Schritt geschafft. Abgeschlossen ist das Projekt damit jedoch keinesfalls, vielmehr ist der Schutz der Insektenpopulation ein kontinuierlicher Prozess! Es gibt in diesem Zusammenhang eine Vielzahl von möglichen Maßnahmen. Besonders wichtig erscheint mir dabei die Bewusstseinsbildung, damit Insekten nicht vorrangig als lästige Brummer wahrgenommen werden, sondern als elementarer Bestandteil unseres Ökosystems. Gleiches gilt für vermeintliche „Unkräuter“, die teilweise als störend empfunden werden, obgleich sie doch als wichtiges Insektenfutter fungieren.“
Bienenweiden und grüne Dächer
Schon seit einigen Jahren lässt Bürgermeisterin Elisabeth Teufer immer wieder Blühstreifen und Bienenweiden auf gemeindeeigenen Flächen anlegen. Ertragreiche Futterplätze für Insekten gibt es z.B. beim Scherbenbach, bei den Chemieteichen, beim Rückhaltebecken „Am Stadtblick“ sowie beim Soldatenfriedhof im Jaunitzbachtal. Diese Flächen werden nur einmal im Jahr – und zwar im Herbst – gemäht. Futterquellen entstehen auch auf Freistadts Dächern: So wurde beispielsweise das Dach der modernen Fahrradabstellanlage am Stifterplatz begrünt.


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