Aktion Glücksstern: So ermöglichen die SMBs ein würdevolles Altern daheim

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Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 25.11.2020 10:26 Uhr

BEZIRK FREISTADT. Das Leben in vertrauter Umgebung so lange wie möglich sicherzustellen – das war die Gründungsidee für die Sozialmedizinischen Betreuungsringe (SMB), die im Bezirk seit mehr als 25 Jahren flächendeckend arbeiten. Die Tips-Glückssternaktion unterstützt heuer diese gemeinnützigen Vereine, denen gerade im Corona-Jahr viele Einnahmen fehlen.

Es ist einer Initiative von Ärzten und Bürgermeistern im Jahr 1993 zu verdanken, dass es im Bezirk seit mehr als 25 Jahren eine flächendeckende Betreuung und Hilfe durch die SMBs gibt. Diese gemeindeübergreifende Zusammenarbeit orientiert sich an den Bedürfnissen der Bürger zur langfristigen Absicherung der mobilen Altenbetreuung. Konkret wurden sechs eigenständige Vereine gegründet, in denen sowohl Bürger als auch Gemeinden Mitglieder sind. Die jeweiligen Vorstände arbeiten ehrenamtlich.

Dachverband SMB Plus gegründet

2004 wurde zudem ein Dachverband auf Bezirksebene gegründet, um die gewachsenen Strukturen noch besser miteinander zu verbinden. Dieser SMB Plus ist seit 2014 zugleich im Bereich der mobilen Pflege (Multi-professioneller Dienst) in einem Teil des Bezirks tätig. Auf der gemeinsamen Homepage www.smbplus.at finden Hilfesuchende durch Eingabe ihrer Wohngemeinde die jeweils zuständigen Hilfseinrichtungen und Dienstleistungsangebote. Die bürokratische Hürde, Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist gering – die Gemeinden sind Beratungs-, Kontakt- und Anlaufstelle.

Von Essen auf Rädern bis zu Pflegematerialverleih

Dabei gibt es alles, von der mobilen Betreuung im Rahmen des Haus- und Heimservices (Reinigung, Einkauf, Essenszubereitung...) über Essen auf Rädern bis hin zum Verleih von Pflegebehelfen (Pflegebetten, Rollstühle, Rollatoren...). Die meist weiblichen Mitarbeiter arbeiten in der organisierten Nachbarschaftshilfe – ohne weite Anfahrt zu den Hilfsbedürftigen, dafür mit viel Nähe und Vertrauen zu den Klienten. Zur sozialen Basisversorgung gehören auch die Pflege von sozialen Kontakten, um Vereinsamung vorzubeugen, und die Motivation zur Bewegung und zur geistigen Fitness.

Würdevolles Altern 

Gerade die Haushaltsunterstützung ist eine wesentliche Voraussetzung, um das selbstständige Leben im Alter so lange wie möglich zu erhalten. Das spart vielfach teure Pflegeheimplätze bzw. kann eine Heimbetreuung zumindest zeitlich hinausgezögert werden. Die Vorteile eines würdevollen Alterns in gewohnter Umgebung und der dadurch schonende Umgang mit Steuergeldern liegen auf der Hand. Derzeit werden im Bezirk von den regionalen SMBs mehr als 500 Klienten umsorgt. Die Mitarbeiter leisten jährlich rund 75.000 Arbeitsstunden und stellen etwa 74.000 Essensportionen zu. Das Thema Ehrenamtlichkeit ist bei den SMBs in vielen Tätigkeitsbereichen gelebte Praxis.

Verein AKN: 25 Mitarbeiter, 180 Klienten

 Einer der sechs SMB-Vereine, der in der Region Untere Feldaist aktiv ist, ist der Verein Alten-, Kranken- und Nachbarschaftshilfe (AKN). Derzeit betreuen 25 Mitarbeiter rund 180 Klienten höchst professionell in ihrem Zuhause und bieten Unterstützung bei Haushaltsführung, Besorgungen und Behördengängen, leisten Besuchsdienste und vernetzen die sozialen Dienste. „Ich bin so froh, dass mich immer meine Betreuerin Beate Moustakakis vom AKN besucht, ich habe Vertrauen zu ihr“, erzählt Hermine Hons aus Pregarten. Die AKN-Klientin bekommt Hilfe im Haushalt und kann gute Gespräche führen. „Beate begleitet mich auch manchmal ins Kaffeehaus. So komme ich unter die Leute, sonst wäre ich ganz allein, weil meine Kinder weit weg wohnen“, möchte Hermine Hons auf die Unterstützung des AKN nicht mehr verzichten. 

Jeder Cent zählt für die Finanzierung und die langfristige Absicherung der SMB-Dienstleistungen. Wer die SMBs unterstützen möchte, spendet auf folgendes Konto:

IBAN: AT94 3411 0800 0190 0968

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