Ortsbäuerin Sonja Sigl: „Vor allem im Sommer stoßen wir schon an unsere Grenzen“
WARTBERG/BEZIRK FREISTADT. Tips stellt in einer Serie die neuen Ortsbäuerinnen aus dem Bezirk vor. Dieses Mal Sonja Sigl, sie ist die Dritte im Ortsbäuerinnen-Trio Wartberg.

Tips: Warum und wann sind Sie Bäuerin geworden?
Sigl: Wie das Leben so spielt, haben sich mein Mann und ich beim örtlichen Flohmarkt 1994 kennen und lieben gelernt. Als er den Hof im Jahre 2000 übernahm, war schnell klar, ihn im Nebenerwerb weiterzuführen. Ich selber komme nicht von einem Bauernhof, hab aber bei meinen Großeltern vieles rund um die Landwirtschaft erleben dürfen.
Tips: Welche Standbeine und Besonderheiten hat Ihr Betrieb?
Sigl: Bei uns am Hof gibt es neben den 15 Milchkühen auch 30 Stiere, die gemästet werden. Unsere 100 Legehennen versorgen uns täglich mit frischen Freilandeiern, die ab Hof verkauft und seit 2016 zu Nudeln in den verschiedensten Variationen verarbeitet werden. Beim Aistkistl, einer Einkaufsgemeinschaft im Ort, sind unsere Produkte ebenfalls dabei.
Tips: Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf als Bäuerin?
Sigl: Ich schätze am Bäuerinnen-Sein, dass man den Arbeitsplatz zuhause hat, gerade wenn die Kinder klein sind und man nicht außer Haus muss. Das tägliche Arbeiten mit den selbsterzeugten Produkten macht mich stolz, und diese gebe ich gerne an meine Kundschaften weiter.
Tips: Was ist schwierig beziehungsweise eine besondere Herausforderung in Ihrem Beruf?
Sigl: Vor allem im Sommer bei der Ernte, wenn man alles andere auch noch unter einen Hut bringen sollte, stößt man schon mal an seine körperlichen Grenzen. Das heißt aber nicht, dass wir die Arbeit nicht gerne machen.
Tips: Was hat sich an der Arbeit in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahren geändert?
Sigl: Der maschinelle Einsatz zur Hilfestellung in den verschiedensten Arbeitsbereichen hat sich zum Guten entwickelt, besonders bei der Fütterung der Tiere oder bei Arbeiten am Feld.
Tips: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Landwirtschaft?
Sigl: Wertschätzung unserer erzeugten Produkte, dass Regionalität nicht nur in Zeiten wie diesen hochgehalten wird. Aber auch, dass die bäuerliche Jugend Gefallen findet bezüglich Hofübernahme.


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