25 Jahre Leader, 20 Jahre Regionale Agenda: Warum die Mühlviertler Alm noch immer Modellcharakter hat
MÜHLVIERTLER ALM. Erfolgreiche Bilanz und großes Lob für die Region bei der ersten Vollversammlung seit zwei Jahren: Seit 25 Jahren läuft das Leader-Förderprogramm, 20 Jahre beteiligt sich die REgion bereits an der Lokalen Agenda 21. Corona hat keine eine Unterbrechung bewirkt. „Die Region hat immer noch Modellcharakter“, lobten Prozessbegleiter vom Land OÖ.

25 Jahre Leader, 20 Jahre Regionale Agenda – diese beiden Jubiläen boten Anlass für eine Rückschau. „Allein im Leader-Programm 2014 bis 2020 haben wir 74 Projekte ausgewählt, dafür sind 2,4 Millionen Euro Förderungen in die Region geflossen“, berichtete Alm-Geschäftsführerin Renate Fürst.
Interreg ebenso wichtig wie Leader
Mindestens ebenso wichtig für die Mühlviertler Alm ist das grenzüberschreitende Interreg-Programm. Gefördert wurden daraus die Projekte Moorerlebnis und der Burgen- und Schlösserweg mit insgesamt 3,6 Millionen Euro. Renate Fürst: „Insgesamt haben Leader- und Interreg-Projekte seit dem Einstieg in die Programme in der Mühlviertler Alm 9,3 Millionen Euro Förderungen erhalten und ein Investitionsvolumen von 21,5 Millionen Euro ausgelöst.“Die Mitarbeiter im Almbüro wickeln aber nicht nur Förderungen ab, sie initiieren auch vielfältige neue Projekte, etwa in den Bereichen Qualifizierung, Generationen, im Reitverband und bei den Almbauern und tragen dazu bei, sie weiterzuentwickeln. Auch um Qualifizierung geht es häufig, etwa im laufenden Lehrgang JUREP – junge regional engagierte Persönlichkeit.
Das Kernteam, der Think Tank der Region
Die Arbeit in der Regionalen Agenda 21 der vergangenen 20 Jahre ließ Almobmann-Stellvertreter Bgm. Franz Xaver Hölzl Revue passieren. „Im Kernteam wird Denkarbeit geleistet und durchaus kontrovers diskutiert, um Neues zu ermöglichen“, schildert er die Tätigkeit des „Think Tanks“ der Region. Dafür zollte der Alm auch Josef Neuböck von der Leitstelle Agenda 21 in der OÖ Zukunftsakademie große Hochachtung. „Ihr habt gute Aufbauarbeit geleistet, seid gut vernetzt. Die Region war und ist ein Modell für die Regionale Agenda 21.“
Neue Leader-Strategie nötig
Für die Zukunft kann die Mühlviertler Alm durchaus optimistisch sein: Viele Projekte liegen bereits in der Schublade. Die Leader-Periode wird um eine Übergangsphase bis 2022 verlängert, in der noch 604.000 Euro an Fördervolumen zur Verfügung stehen wird. Schon in den nächsten Monaten wird damit begonnen, die Leader-Strategie für die kommende Förderperiode auszuarbeiten. Dafür sind Themenworkshops in allen zehn Gemeinden der Region geplant, um die Lokale Entwicklungsstrategie zu formulieren. In der nächsten Leader-Periode wird für die Mühlviertler Alm etwa ebensoviel Fördergeld abzuholen sein wie in der zu Ende gehenden Phase.


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