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FREISTADT. Mehr als 70 ausstellende Gemeinden und Vereine, die Premiere des OÖ. Ortsbildpreises und die Neuaufnahme von 13 Gemeinden in das Dorf- und Stadtentwicklungs-Programm des Landes OÖ – bei der Ortsbildmesse in Freistadt jagte ein Höhepunkt den nächsten.

„Der große Andrang der Besucher zeigte vor allem eines: die Ortszentren erleben eine Aufschwung. Wie vielfältig die Möglichkeiten zur Ortskernbelebung sind, das haben nicht nur die Aussteller, sondern auch die Sieger des 1. OÖ. Ortsbildpreises 2021bewiesen“, betonte Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner zur 29. OÖ. Ortsbildmesse, die in Freistadt über die Bühne ging und ganz im Zeichen lebendiger Gemeinden und Ortszentren stand.

Entwicklung mit Vorbildcharakter prämiert

Der OÖ. Ortsbildpreis wurde heuer zum ersten Mal vergeben, um bereits umgesetzte, innovative Dorf- und Stadtentwicklungsprojekte mit Vorbildcharakter zu prämieren. Damit soll vor allem auch das ehrenamtliche Engagement rund um die Gestaltung der Ortszentren gewürdigt und vor den Vorhang geholt werden: „Ortkernbelebung braucht nicht nur bauliche Maßnahmen. Ortskernbelebung braucht vor allem Menschen, die an eine Idee glauben, Überzeugungsarbeit leisten und Akzeptanz von Projekten schaffen. Dieses großartige Engagement wollen wir auszeichnen und ich darf dem Landessieger und den vier Viertelsiegern zu ihren Projekten herzlich gratulieren“, unterstrich Landesrat Markaus Achleitner im Rahmen der Vergabe des Ortsbildpreises 2021.

Die Sieger des Ortsbildpreises 2021

Landessieger: Schörfling am Attersee – Projekt „Ortszentrum neu– Treffpunkt Marktplatz“: Entsiegelung und Neugestaltung des Ortsplatzes

Viertelsieger Mühlviertel: Leopoldschlag – Projekt „Der Strebergarten“. Errichtung eines Gartens anstelle der abgerissenen alten Volksschule

Viertelsieger Innviertel: Viechtenstein – Projekt „Der Mensch im sozialen Raum – Jugendliche mit Beeinträchtigungen betreiben einen Dorfladen“

Viertelsieger Traunviertel: Kleinreifling – Projekt „Dorfzentrum Schmiedn“. Errichtung eines Dorf- und Vereinshauses mit Platzgestaltung

Viertelsieger Hausruckviertel: Grieskirchen – Projekt „Grieskirchner Netz“. Errichtung einer identitätsstiftenden Installation 

„Die oft über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen und historischen Ortskerne mit ihrem einzigartigen Ambiente sind ein wertvolles Erbe, das mit Verantwortung für die nächsten Generationen den geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Die Ortskerne der oberösterreichischen Gemeinden erfüllen neben sozialen und wirtschaftlichen Funktionen wie Kommunikation und Nahversorgung eine Identitätsfunktion, die in einer globalisierten Welt zunehmend wichtiger wird. Durch die Belebung der Ortszentren werden Oberösterreichs Städte und Gemeinden noch lebens- und liebenswerter“, hob Landesrat Achleitner hervor.

Skulptur, Urkunde und Geldpreis

Die Gewinner des Ortsbildpreises erhielten von Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner und Generaldirektor Othmar Nagl von der OÖ. Versicherung als Kooperationspartner bei diesem Preis jeweils eine von der FH OÖ in Wels gestaltete Skulptur, eine Urkunde sowie einen Geldbetrag (5.000 Euro für den Landessieger und je 2.000 Euro für die Viertelsieger).

Projekt „Der Strebergarten“ - Leopoldschlag (Viertelsieger Mühlviertel):

Nach dem Abriss der ehemaligen Volksschule wurde ein Bürgerbeteiligungsverfahren gestartet, um Idee für die Nachnutzung des freien Platzes zu sammeln. Das Projekt „Strebergarten“ der Leopoldschlägerin Edeltraud Knoll wurde schließlich ausgewählt. Nicht nur der Projektname nimmt Bezug auf den Platz als Ort des Lernens, sondern auch die künstlerische Gestaltung des Platzes hebt die Wichtigkeit des Lernens hervor. Gewidmet ist der Platz dem Leopoldschlager Ehrenbürger Erzbischof Alois Wagner. Realisiert wurde die Neugestaltung durch das Zusammenwirken verschiedener örtlicher Vereine und engagierter Bürger.


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