Die digitale Welt im Liebenauer Kindergarten

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Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 25.11.2021 17:29 Uhr

LIEBENAU. Kinder im Umgang mit digitalen Medien zu begleiten – das sieht das Team des Kindergartens als seine Aufgabe, um sie bei der Entwicklung einer kritischen und verantwortungsvollen Haltung bei der Mediennutzung zu unterstützen.

Die österreichische Studie „Die Allerjüngsten und digitale Medien“ (März 2020) zeigt, dass rund 72 Prozent der 0- bis 6-jährigen Kinder gelegentlich selbstständig internetfähige Geräte nutzen. Der Erstkontakt mit digitalen Medien findet im Durchschnitt bereits rund um das 12. Lebensmonat statt.

Kein Ersatz, sondern Ergänzung

Im Kindergarten Liebenau ersetzen Angebote dieser Art dabei in keiner Weise die direkte Auseinandersetzung mit der Umwelt, das Begreifen und Erleben realer Sachverhalte. Allerdings bieten Tablet, Kamera, Roboter und Co. viele Möglichkeiten der Kompetenzerweiterung und Wissensvertiefung. Durch den gezielten und pädagogisch fundierten Einsatz des Tablets lernen die Kinder einen wertschätzenden Umgang mit den Geräten und erleben sich nicht nur als passiver Konsument von Medieninhalten, sondern erstellen zum Beispiel digitale Bildgeschichten oder kurze Stop-Motion-Filme. Die Neugierde zu verschiedenen Themen der Kinder kann spontan durch Bildmaterial und kindgerechtes Sachwissen über Kindersuchmaschinen am Tablet befriedigt werden.

Tablet Begleiter beim Entdecken der Natur

Mit Hilfe eines digitalen Kindermikroskops kann das Tablet als Begleiter beim Entdecken der Natur dienen. Suchspiele und Aufgaben zur visuellen Wahrnehmung werden mit Hilfe des Tablets interaktiver und können von den Kindern aktiv mitgestaltet werden. Die Grundlagen des Programmierens eignen sich die Kinder spielerisch durch den Umgang mit Bee Bots und Blue Bots an. Einfachste Programmiersequenzen müssen überlegt und erstellt und eingegeben werden. Wo soll meine Biene hinfahren? Wie oft muss sie geradeaus fahren, bevor sie sich drehen soll um die Richtung zu ändern? Auf einem Raster oder quer durch den Raum üben die Kinder Abstände einzuschätzen, eine Handlungsplanung zu erstellen und diese richtig zu programmieren. Fehler werden sofort sichtbar und müssen gelöst werden, wodurch die Kinder Problemlösekompetenzen entwickeln.

Bienen-Roboter zur Sprachförderung

Die Bienen-Roboter finden auch Einsatz in der Sprachförderung. So können Reimwörter verbunden oder Silbenmengen erkannt werden. Digitale Medienbildung findet aber ebenso ohne digitale Geräte statt. So wird mit den Kindern in Gesprächen die eigene Mediennutzung thematisiert. Fernsehhelden, Lieblingsserien, beliebte Computerspiele werden besprochen und hinterfragt. Außerdem ist es den Kindergärtnerinnen und Helferinnen ein großes Anliegen, die Eltern als Erziehungspartner für die Thematik und den bewussten Einsatz in der Familie zu sensibilisieren.

Digitaler Elternabend

Passend zum Thema (und aufgrund der Corona-Maßnahmen) wurde ein digitaler Elternabend via Online-Meeting angeboten. Im Bewusstsein über die Wichtigkeit der pädagogisch wohl überlegten Heranführung an digitale Medien, konnten einige Wirtschaftstreibende aus Liebenau als unterstützende Partner gewonnen werden. Die Firma Automobile Gierer,. Gustav Leutgeb, Helvetia – Versicherungsagent, sowie der Wirtschaftsbund Liebenau stellten die nötigen finanziellen Mittel für ein Tablet und programmierbare Bienenroboter (Bee Bots und Blue Bots) zur Verfügung. „Dafür bedanken wir uns herzlich! Mit dieser Investition stärken wir die Kinder heute für ihre Zukunft in einer digitalisierten Welt“, so das Kindergarten-Team.

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