"Soldatenkapelle" in 162 ehrenamtlichen Arbeitsstunden renoviert
NEUMARKT. Die vom Österreichischen Kameradschaftsbund Neumarkt betreute Kapelle wurde renoviert. Sie ist vor 75 Jahren (1946) gebaut worden.

Elf beherzte Kameraden packten, unter der Leitung des Kassiers Rudolf Kaineder, mit ihrem Wissen und Können an und machten einen neuen Dachstuhl. Die Dachziegeln wurden vom Besitzer gekauft, das restliche Material konnte durch Sponsoren erworben werden. Auch Kaineder und Subkassier Josef Brandstetter spendeten Materialien. Rund um die Kapelle wurde eine Trockenlegung der Mauern durch Ausbaggerung und eine Steinrollierung vorgenommen. Ortsgruppen-Stellvertreter Peter Köppl sponserte den Kleinbagger.
Insgesamt wurden von den Kameraden 162 Arbeitsstunden investiert. „Diese Kapelle ist als Dankeschön der Müllerfamilie gebaut worden, weil ihre beiden Söhne gesund und unversehrt vom Krieg nach Hause kamen“, erzählt Kainder. „Der Jüngere musste mit 16,5 Jahren im Februar 1945 noch zum Kriegsdienst.“
Soldatenkapelle
In der Kapelle hängen an zwei Seiten Bilder von gefallenen und vermissten Neumarkter Soldaten. Somit wurde die Kapelle zur Soldatenkapelle. Jetzt betreut der ÖKB die Kapelle. „Auch die Totenbilder aller verstorbenen Mitglieder finden hier in mehreren Bilderrahmen eine würdige Stätte“, erklärt Kaineder. „Jedes Jahr findet Ende Mai eine Maiandacht statt, an der immer eine stattliche Anzahl von Kameraden und Nachbarn aus der Gegend teilnehmen.“


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