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OÖ. Das alte Jahr hinter sich lassen und auch die schlechten Gewohnheiten, aber mit frischen Vorsätzen ins neue Jahr starten. Die Ärztekammer OÖ erklärt Strategien, damit solche Vorhaben nicht nur begonnen, sondern auch durchgehalten werden.

Um Neujahrsvorsätze durchzuhalten, helfen Pläne. (Foto: LanaSweet/Shutterstock.com)
Um Neujahrsvorsätze durchzuhalten, helfen Pläne. (Foto: LanaSweet/Shutterstock.com)

Weniger Süßes und Fettes essen, mehr Sport betreiben, mit dem Rauchen aufhören, weniger vor dem Computer sitzen und so weiter. Die Liste an Neujahrsvorsätzen ist lang. Nichts ist leichter als einen Vorsatz auszusprechen. Nichts ist schwerer, als diesen auch in die Tat umzusetzen. Dr. Peter Pertschy, Fachgruppenvertreter für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin in der Ärztekammer OÖ, gibt Tipps.

Erstens: Am besten nur „kleine“ aber realistische Ziele stecken – die zum großen Ziel führen. Zweitens sollte man sich die angestrebten Ziele möglichst gut und konkret vorstellen (am besten schriftlich darlegen). Drittens: kleine Stufen/Etappen einbauen, die zum Ziel hinführen (bei Erreichen der Etappen belohnen – etwa mit neuer Kleidung bei Gewichtsreduktion). Viertens kann es helfen, messbare Ergebnisse in einem Heft oder Buch zu dokumentieren und vergleichen (etwa beim Abnehmen die Kilogramm, beim Laufen die Einheiten, usw.). Nach einem möglichen Rückschlag sollte man sich eine Türe offenlassen, um wieder zum Ursprungsplan zu kommen bzw. diesen bei Bedarf leicht zu verändern – und vor allem den eigenen Humor dabei nicht vergessen.

Kurzinterview mit Dr. Peter Pertschy

Warum scheitern so viele an ihren Vorsätzen?

Dr. Peter Pertschy: Wir neigen dazu uns – vor allem zu Neujahr – sehr „hohe“ Ziele zu stecken, jeder von uns will den „Mount Everest“ besteigen, aber wir vergessen dabei, dass viele kleine Ziele, viele Vorbereitungen dafür erforderlich sind. Dies führt bei Nichterreichen dieser zu Frustration und wir geben letztendlich unsere Ziele bereits auf, bevor wir sie noch überhaupt begonnen haben. Da wir in einer sehr leistungsorientierten Gesellschaft leben, sind wir gewohnt auf das „Große“ zu gehen.

Soll man sich an größere Vorhaben auch mit kleinen Schritten nähern?

Dr. Pertschy: Unbedingt. Wichtig sind die vielen kleinen Ziele und Erfolge. Eine Bergtour muss auch gut geplant sein und dies beinhaltet das Erreichen vieler „Zwischenziele“. Je konkreter ich diese Zwischenziele planen kann, je besser ich mir jeden einzelnen Schritt visualisieren kann, desto grösser sind die Erfolgsaussichten. Unterstützend kann es sein, andere Mitmenschen, ins „Boot“ zu holen, mit ihnen die gleichen Ziele anzugehen, dann macht es gleich mehr Spaß und man kann sich gegenseitig auf diesem neuen Weg motivieren und unterstützen.

Wie wichtig sind Ziele in unserem Leben?

Dr. Pertschy: Wir Menschen brauchen Ziele, es ist für uns wichtig, dass wir selbst das „Ruder in der Hand“ haben. Ziele sind aber auch wie das Salz in der Suppe des Lebens, sie stärken unser Selbstbewusstsein und helfen uns unsere Potentiale zu vergrößern und zu erweitern. Gerade dadurch sind sie ein wichtiger Unterstützer für eine umfassende Gesundheit.


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