Neptun Staatspreis für Wasser an Projekt "Malšemuschel"
LEOPOLDSCHLAG. Unter den mehr als 560 Einreichungen für den Neptun Staatspreises für Wasser hat sich das Interreg-Projekt Malšemuschel in der Kategorie WasserForscht durchgesetzt.

In dem Projekt Malšemuschel haben verschiedene Institutionen aus Österreich und Tschechien zusammengearbeitet, um Probleme im Zusammenhang mit Sedimenten in Gewässern zu untersuchen. Dabei wurde speziell die Flussperlmuschel als Indikatorart verwendet, da sie von erhöhten Feinsedimentfrachten stark betroffen ist. Das Einzugsgebiet der Maltsch wurde detailliert erfasst und verschiedene Messungen und Analysen durchgeführt, um einen umfassenden Maßnahmenplan zu erstellen. Das Projekt wurde von verschiedenen Institutionen getragen, darunter das Land Oberösterreich (Abteilung Wasserwirtschaft), das tschechische Umweltministerium, die Universität Prag, die Universität für Bodenkultur Wien und das Büro blattfisch aus Oberösterreich. Mehr über das Projekt Malšemuschel gibt es hier nachzulesen.
„Jahr für Jahr engagieren sich viele Menschen, Institutionen und Unternehmen in Österreich mit Leidenschaft und innovativen Ideen für unsere wertvolle Ressource Wasser. Bereits seit 1999 werden diese Projekte mit dem Neptun Wasserpreis ausgezeichnet, heuer erstmals mit der höchsten Anerkennung - dem 1. Neptun Staatspreis für Wasser. Das unterstreicht die hohe Bedeutung der Ressource Wasser in Österreich und die hohe Qualität des Preises. Ausgezeichnet werden technische Innovationen, das große Engagement der Gemeinden für Wasser, wichtige Wasserbildungsprojekte und einzigartige Kunstwerke. Der Neptun Staatspreis für Wasser wird von der gesamten österreichischen Wasserszene getragen und heuer erstmals von allen neun Bundesländern unterstützt, was mich besonders freut. Ich gratuliere den Staats-Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich und hoffe, dass diese tollen Vorzeigeprojekte inspirieren und dazu motivieren, sich für den aktuell gerade so wichtigen sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser verstärkt einzusetzen,“ so Bundesminister Norbert Totschnig anlässlich der Preisverleihung des Neptun Staatspreises für Wasser.
Hauptpreis an Wasser.Wander.Wunder-Weg
Der Neptun Hauptpreis wurde per Online-Voting aus neun nominierten Projekten der Fachkategorien ermittelt. Heuer konnte sich der Wasser.Wander.Wunder-Weg der Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd durchsetzen und sicherte sich so die Neptun-Trophäe und zusätzlich 3.000 Euro Preisgeld. Der erste Preis in der Kategorie WasserKreativ geht 2023 an Regina Hügli. Die Künstlerin machte durch Langzeitbelichtungen die unsichtbaren Linien der europäischen Wasserscheide sichtbar. Das Demonstrationsmodell Wassererlebnis Öblarn hingegen zeigt, welche Folgen die Klimakrise für österreichische Regionen haben kann. Damit sicherte sich das steirische Projekt den Sieg in der Fachkategorie WasserBildung. In der Kategorie WasserGemeinde wurde die Salzburger Gemeinde St. Michael im Lungau mit der Renaturierung der Mur als Bundessieger ausgezeichnet. Mehr als 560 Einreichungen sind diesmal beim Neptun Wasserpreis eingegangen, davon 280 in den drei Fachkategorien WasserForscht, WasserBildung und WasserKreativ
Der Neptun Staatspreis für Wasser ist die höchste Auszeichnung, die das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BML), die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) und der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) für Projekte und Innovationen rund um das Thema Wasser verleihen. Partner sind die Kommunalkredit Public Consulting, Stadt Wien – Wiener Wasser, die Privatbrauerei Zwettl und Verbund. Die Regionalkategorie WasserGemeinde wird von den österreichischen Bundesländern unterstützt.


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