Stadtgemeinde Freistadt: 380.000 Euro für Großprojekte
FREISTADT. Der Gemeinderat einigte sich mehrheitlich, rund 380.000 Euro für Großprojekte zurückzulegen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Bau zusätzlicher Kindergarten- und Krabbelstubengruppen, gefolgt von der Erweiterung der beiden Volksschulen und der Sanierung des Hallenbades.

„Wir investieren in unsere Kinder und Jugendlichen und damit in die Zukunft“, fasst Bürgermeister Christian Gratzl die Schwerpunkte des Nachtragsvoranschlags zusammen. In Freistadt gibt es aktuell 15 Kindergartengruppen mit einer Platzkapazität von maximal 319 Plätzen. Für unter Dreijährige stehen 40 Plätze in der Krabbelstube und der Flexigruppe zur Verfügung. Dazu kommen 16 Betreuungsplätze bei Freistädter Tagesmüttern. Eine Kindergartengruppe ist aktuell provisorisch in einem Container untergebracht. Der Bedarf an Plätzen in der Krabbelstube ist so hoch, dass ab Herbst eine zusätzliche provisorische Gruppe am Standort im Schlosshof geplant wird.
Drei neue Kindergarten- und zwei Krabbelgruppen
In Vorbereitung auf den Ausbau dauerhafter Betreuungsplätze führte die Gemeinde im Februar eine Bedarfserhebung durch und erarbeitete ein Entwicklungskonzept. Dieses sieht mittelfristig drei zusätzliche Kindergarten- und zwei neue Krabbelgruppen vor. „Wir müssen beim Ausbau der Kinderbetreuung den Turbo zünden.“ Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für das Entwicklungskonzept aus, das nun zur Prüfung an das Land OÖ geschickt wird. Wird der hohe Bedarf dort bestätigt, können die konkreten Planung für den Bau beginnen.
Weitere Schwerpunkte
Investieren will die Freistädter Stadtpolitik 2023 außerdem in ein neues Jugendzentrum, Verbesserungen für den Radverkehr, in die Blackout-Prävention sowie in die Ertüchtigung der Infrastruktur: Im Salzhof, in der Tennisanlage und in der Ratsherrnstube müssen bauliche Maßnahmen vorgenommen werden. Die bessere Bezahlung von Kindergartenpädagogen und Gemeindebediensteten am Bauhof und in der Reinigung schlägt mit rund 105.000 Euro zu Buche.
Das Budget der Stadtgemeinde Freistadt umfasst 24 Millionen Euro. In der Dezember-Sitzung einigte sich der Gemeinderat einstimmig auf ein Verwaltungsbudget, der Nachtragsvoranschlag mit den Investitionsschwerpunkten wurde mehrheitlich mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ, Grüne und Wiff beschlossen.


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