Ehrenamt in Rainbach: Fritz Stockinger ist Zugbegleiter wie anno dazumal
RAINBACH. Als Obmann des Vereins „Freunde der Pferdeeisenbahn“ ist Fritz Stockinger – wie er selbst sagt – Mädchen für alles rund um die Pferdeeisenbahn in Kerschbaum. Besonders gerne schlüpft er aber in seine Kondukteurs-Uniform und wird zum „Zugbegleiter“ wie anno dazumal.

17 Jahre lang war Fritz Stockinger Bürgermeister der Gemeinde Rainbach, und ganz ohne Ehrenämter kommt man als solcher nicht davon. Seit 2018 ist er Obmann der „Freunde der Pferdeeisenbahn“ und für diverse Angelegenheiten rund um die Pferdeeisenbahn in Kerschbaum zuständig. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von Tourismusforum-Obfrau und Pferdeeisenbahn-Managerin Bettina Preinfalk.
In blauer Uniform
Regelmäßig schlüpft Stockinger in seine blaue Uniform und begleitet die Gäste auf ihrer Fahrt mit dem Luxuswagen Hannibal II oder dem Gesellschaftswagen Franz Josef. „Ich bin den Besuchern beim Einsteigen behilflich, kassiere und verteile die Fahrscheine. Außerdem helfe ich dem Kutscher beim Ein- und Ausspannen des Pferdes“, sagt der Rainbacher.
Mit Charme, Schnaps und Kutscherküsschen
Während der vorgespannte Noriker den Wagen in gemächlichem Schritt bis zum Salettl und wieder zurück zum Pferdeeisenbahnhof zieht, unterhält der Kondukteur charmant die Gäste. Nach einem „Gleishupfa“ – das ist ein Haferschnaps mit noch ein paar Extras drin – sowie einem schokoladigen „Kutscherküsschen“ hilft Fritz Stockinger den Herren noch für ein nostalgisches Erinnerungsfoto in den historischen Kutscherrock.
„Das Schönste ist, wenn die Gäste zufrieden heimfahren“, sagt Fritz Stockinger. „Dieses Ehrenamt macht mir großen Spaß, und das ganze Team der Pferdeeisenbahn Kerschbaum leistet tolle Arbeit.“
Weitere Ehrenämter
Fritz Stockinger ist auch noch Obmann-Stellvertreter der Museumsstraße, Schriftführer im Kameradschaftsbund Rainbach und engagiert sich im Zukunftsforum Freiwald.
Im neu gegründeten Verein „Weg des Salzes“ ist Stockinger Obfrau-Stellvertreter. Ziel des Vereins ist es, dass alle Pferdeeisenbahn-Initiativen von Hallstatt bis Budweis geschlossen auftreten. Es geht um die kultur-touristische Aufarbeitung, Erhaltung und Pflege des Weges des Salzes. „Schrittweise möchte der Verein beispielsweise die verfallenen Viadukte der Pferdeeisenbahn wieder instand setzen“, sagt Fritz Stockinger.


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