Leserbrief: Weckers Weckruf
FREISTADT/KÖNIGSWIESEN. Tief beeindruckt war Franz Furtlehner aus Königswiesen vom Konzert des bayerischen Liedermachers und Komponisten Konstantin Wecker. Tips hat er seine Gedanken dazu in Form eines Leserbriefs übermittelt:

Während des sehr gut besuchten Konzertes durfte das Publikum wiederholt eindringliche Mahnungen des Künstlers Konstantin Wecker entgegennehmen: Kapitalismus, Patriotismus, Faschismus (inklusive deren „Herrscher“) als latent vorhandene, eigentlich bereits gescheiterte Zeiterscheinungen sind in seinen Liedertexten und Gedichten so eingebaut, dass dem Zuhörer tatsächlich das Herz zusammenzuckt. Er führt im Handumdrehen die Menschen jedoch immer in eine Richtung, welche künftig bestimmend sein wird, um lebenswerte Aussichten auf diesem Planeten zu ermöglichen: Weg von Hass, unsinniger Konkurrenz (im Großen wie im Kleinen), hin zu Begegnung, Kooperation und Gemeinschaft, welche von neu zu findender Menschenliebe zueinander getragen werden wird.
Wecker spricht auch von Poesie sowie Spiritualität, welche dafür unabkömmlich sind, ein Neu-Entdecken der Zusammenhänge von Kosmos und irdischen Verhältnissen, feinsinniger Wahrnehmung von Natur und Mitmensch. Solches kann bei ausdauernder Auseinandersetzung zu einem neuen, gemeinschaftlich orientierten Lebensstil beitragen.
Fazit: Ein berührendes, einprägendes Konzerterlebnis zusammen mit seinen erstklassigen Begleitmusikern Fanny Kammerlander (Cello) und Jo Barnikel (Piano). Höhepunkte daraus ein Zitat von Erich Fried: „Freiheit herrscht nicht“ sowie die Umarmung eines Klienten der Lebenshilfe während eines Liedes, das im Publikum herumgehend vorgetragen wurde.


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