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Plattform listet Preise von mehr als 150.000 Lebensmitteln auf

Mag. Claudia Greindl, 05.06.2023 14:02

PREGARTEN. Dem Jammern über hohe Lebensmittelpreise will David Wurm einen Riegel vorschieben: Der Pregartner Zivildiener und Absolvent der IT-HTL in Perg hat mit www.preisrunter.at eine Homepage programmiert, die rund 150.000 Produkte aus zehn Supermärkten zum günstigsten Preis anzeigt.

Einkauf (Foto: Andrey Bandurenko/Adobe Stock)
Einkauf (Foto: Andrey Bandurenko/Adobe Stock)

„Ich finde es tragisch, dass sich viele den täglichen Einkauf nur noch schwer leisten können – in einem eigentlich wohlhabenden Land wie Österreich“, sagt der 21-jährige Pregartner. Seine Plattform www.preisrunter.at ist vor wenigen Tagen online gegangen und listet tagesaktuell die Preise von rund 150.000 Produkten auf. „Preisrunter bietet für alle Konsumenten die Möglichkeit zum Preisvergleich von Lebensmitteln. Ebenso können Lebensmittelpreise historisch verfolgt und Preiserhöhungen bzw. -senkungen sofort ausfindig gemacht werden“, erklärt der junge Mann, der derzeit seinen Zivildienst im Theater des Kindes in Linz absolviert. „Weiters lässt sich ein individueller Warenkorb zusammenstellen, um seine persönlichen Lieblingsprodukte preislich immer im Blick zu haben oder diesen als gemeinsame, geteilte Einkaufsliste zu verwenden.“ Für die nahe Zukunft kündigt David Wurm weitere Funktionen wie einen Preisalarm oder weitere Statistiken an.

Rasch programmiert

Mit der Plattform will Wurm konzernunabhängig nicht nur beim täglichen Einkauf Kosten sparen helfen, sondern auch beweisen, dass es keine Millionen-Investitionen braucht, um Lebensmittelpreise transparent zu machen. Bekanntlich hatte Wirtschaftsminister Martin Kocher Mitte Mai angekündigt, eine Transparenzdatenbank für Preise einzuführen. Dank seines IT-Wissens aus der HTL Perg hat der Pregartner www.preisrunter.at in relativ kurzer Zeit, nämlich in rund 24 Stunden, und ohne Zusatzkosten programmiert. Seit dem Alter von zwölf Jahren betreibt er außerdem den Tech-Blog TechnikNews (www.techniknews.at). „Dadurch bringe ich bereits Know-how in diesem Bereich mit, solche Plattformen zu entwickeln und eine stabile Infrastruktur dahinter aufzubauen.“

So funktioniert es

In der Produktsuche, die mittlerweile gut 150.000 Produkte bei mehr als zehn Märkten durchsucht, wird sofort das gewünschte Produkt zum günstigsten Preis angezeigt. Inklusive nützlichen Funktionen wie Sortierung, Filterfunktion nach Markt, Umrechnung in Preis pro Einheit und integriertem Preisvergleich mit REWE Deutschland und DM Deutschland (da diese auch bei uns präsent sind). Mit letzterer Funktion wird dann ersichtlich, wie teuer viele Produkte in Österreich sind. Die Rückmeldungen, die David Wurm bisher vor allem von Freunden und Bekannten erhalten hat, sind durchwegs positiv.


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