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UNTERWEITERSDORF. Seit 2015 ist die Freiwillige Feuerwehr Tunnelstützpunkt für die Tunnelkette der S 10 und Portalfeuerwehr für den Tunnel Götschka. Die Mitglieder investieren jährlich viel Ausbildungszeit für diesen Spezialbereich. Dabei brennt der Wehr die Personalfrage unter den Nägeln.

  1 / 2   Fordernder Einsatz: In der Unterweitersdorfer Stockhalle wurde die Rettung von Menschen aus einem verrauchten Tunnel geübt. (Foto: FF Unterweitersdorf)

„Die Spezialausbildung für den Tunnel ist zusätzlich zum „normalen“ Feuerwehralltag dazugekommen“, sagt Kommandant Gernot Schneider. Erst am vergangenen Wochenende fand der jährliche Übungstag für die Feuerwehren der Alarmstufen für das Südportal des Tunnels Götschka statt. Sieben Wehren übten die Menschenrettung aus einem verrauchten Tunnel. Simuliert wurde das Szenario in der Stockhalle, die die Union für den Übungstag zur Verfügung stellte. Sieben Fahrzeuge wurden platziert und mit Hilfe einer Nebelmaschine verraucht.

Vergangenheit und Zukunft

Das Aufgabengebiet der Feuerwehr hat sich in den vergangenen Jahren zugleich mit dem Wachstum von Unterweitersdorf, seiner Siedlungsgebiete, dem Gewerbegebiet, der Autobahn und Schnellstraße sowie des Tunnels, erweitert. Sichtbares Zeichen dafür ist der wachsende Fuhrpark und das 2016 eröffnete neue Feuerwehrhaus. Schneider: „Laufende Projekte sind das bereits bestellte KRF-L (Kleines Rüstfahrzeug Logistik) und das in Planung befindliche Kommandofahrzeug. Besonderes Augenmerk bei der Planung für dieses Fahrzeug wird auf die Einsatzleitung beim Tunnel gelegt.

Auf der Suche nach Personal

Ein brennendes Thema bei der Feuerwehr Unterweitersdorf ist wie vermutlich bei vielen Wehren die Personalfrage. Kommandant Schneider: „Unsere Hauptfrage ist: Wie können wir Leute motivieren, bei uns mitzuarbeiten? Die Einsatzbereitschaft unter der Woche, wenn alle in der Arbeit sind, haben wir mit zwölf Kameraden anderer Feuerwehren gut abgefedert. Diese arbeiten alle bei der Firma Dorninger, sind bei uns einsatzberechtigt und dürfen bei einem Einsatz von ihrem Arbeitsplatz weg, sie müssen sich Zeitausgleich nehmen. Dies ist aber nicht selbstverständlich, sondern funktioniert nur, da der Firmenchef der Feuerwehr gegenüber sehr positiv eingestellt ist, wofür wir äußerst dankbar sind.“ Dass aber auch am Samstag Nachmittag die Personaldecke mitunter dünn sein kann, stellte sich im zu Ende gehenden Sommer heraus, als der Großteil der Mannschaft bei 35 Hitzegraden am Badesee lag und zum Einsatz gerufen wurde. „Da macht sich das System der freiwilligen Feuerwehren in ihrer großen Anzahl mehr als bezahlt“, betont Gernot Schneider.


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