Wolf-Abschusserlaubnis im Mühlviertel erteilt
BEZIRK FREISTADT. Heute, 30. Oktober, gibt das Land OÖ durch die zuständige Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger den Risikowolf im Mühlviertel zum Abschuss frei.

Der Wolf bzw. die Wölfin war in den vergangenen Tag häufig gesichtet und mehrmals vergrämt worden. Beim Land OÖ sind drei offizielle Vergrämungsmeldung durch Betroffene eingegangen. „Es geht jetzt wirklich Schlag auf Schlag. Wir haben heute Morgen die nächste Meldung einer Wolfsvergrämung erhalten. Das verdeutlicht den Handlungsbedarf. Darum gebe ich den Wolf nun zum Abschuss frei. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger steht für mich an oberster Stelle“, sagt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Die erste Vergrämung fand am 4. Oktober in Königswiesen statt. Ein Mann wurde vom Wolf bei Mäharbeiten überrascht. Die zweite Vergrämung folgte am 28. Oktober in Schönau. Eine 20-Jährige traf beim Heimweg von der Bushaltestelle auf den Wolf. Bei der dritten Vergrämung am 29. Oktober in Unterweißenbach hatte er sich einem Einfamilienhaus genähert. Die Eigentümer haben ihn durch lautes Rufen vergrämt.
In den nächsten vier Wochen ist der Risikowolf in einem zehn Kilometer-Radius ausgehend von der zeitlich letzten Vergrämung zum Abschuss freigegeben. Es liegt nun an den Jägern für den Vollzug zu sorgen. Die betroffenen Jagdreviere werden heute durch die Fachabteilung des Landes OÖ informiert. Agrar-Landesrätin Langer-Weninger appelliert an die örtliche Jägerschaft: „Die Jägerschaft ist unser zentraler Partner beim Vollzug der Wolfs-Verordnung. Wir wissen, dass die Wolfs-Jagd anspruchsvoll ist, aber ich setze auf die Jäger, als das ausführende Organ.“


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