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Studie zeichnet für den Bezirk Freistadt ein beängstigendes Klimawandel-Szenario

Mag. Claudia Greindl, 21.02.2024 14:24

BEZIRK FREISTADT. Ein beängstigendes Klimaszenario zeichnet ein Forschungsprojekt für den Bezirk Freistadt. Unter anderem werden die Jahresmitteltemperatur sowie die Zahl der Sommer- und Hitzetage bis zum Jahr 2100 eklatant steigen.

  1 / 3   Die Temperatur wird im Jahresmittel der letzten drei Jahrzehnte dieses Jahrhunderts im Bezirk sehr deutlich ansteigen. (Foto: Land OÖ)

Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) informierte über das Forschungsprojekt „Cost of inaction“ (COIN), in dem Klimafolgenforscher aus unterschiedlichen Disziplinen Indikatoren zusammenstellten, die für die Klimafolgenabschätzung genutzt werden können. Insgesamt wurden 63 meteorologische Indikatoren basierend auf Temperatur, Niederschlag, Schnee, Strahlung und relativer Luftfeuchtigkeit zusammengestellt und österreichweit berechnet. Der Großteil der berechneten Indikatoren basiert auf den absoluten Tageswerten von Temperatur oder Niederschlag.

Jahresmitteltemperatur

Während zwischen 1981 und 2010 die Jahresmitteltemperatur in der Bezirkshauptstadt Freistadt 7,8 Grad Celsius betrug, wird diese zwischen 2071 und 2100 schon 11,3 Grad Celsius betragen. Immer weniger Eis- und Frosttage werden erwartet ( 1981-2010: 33 bzw. 132 und 2071-2100 12 bzw. 81), dagegen werden Sommer- und Hitzetage immer häufiger (1981-2010 32 bzw. 6 und 2071-2100 77 bzw. 30). Auch Tropennächte wird es im Bezirk gegen Ende des Jahrhunderts geben, worunter man Nächte versteht, in denen die Lufttemperatur nicht unter 20 Grad Celsius fällt.

Landesrat Stefan Kaineder: „Die Klimakrise ist da, sie ist real und zeigt ihre Auswirkungen, auch im Bezirk Freistadt. Durch die gute Forschungs- und Rechenarbeit der Wissenschaftler haben wir valide Daten für alle Regionen und Bezirke Oberösterreichs. Und die Daten sind eindeutig: Die Klimaerwärmung macht auch vor Oberösterreich nicht Halt. Wir müssen daher entschlossen und rasch alles gegen die fortschreitende Klimakrise unternehmen und die Gemeinden auch bei der Klimawandelanpassung unterstützen.“

„Was kostet uns der Klimawandel in Österreich, wenn wir uns nicht anpassen?“ Das ist die Kernfrage des Projektes COIN (COst of INaction), das im Rahmen des Austrian Climate Research Program (ACRP) vom Klima- und Energiefonds gefördert wird. Die Antwort auf diese Frage ist sowohl für politische Entscheidungsträger als auch für Unternehmen und Privathaushalte wichtig, denn schließlich geht es darum, die richtigen Maßnahmen abzuwägen, um die Kosten des Klimawandels so gering wie möglich zu halten.Hierfür betrachtet ein Konsortium von zwölf österreichischen Forschungseinrichtungen die Bandbreite an zusätzlichen Kosten, aber auch an Chancen durch den Klimawandel (ohne geplante Anpassung) in den nächsten Jahrzehnten und bis ins Jahr 2100. Der Fokus der möglichen Auswirkungen des Klimawandels liegt dabei auf 13 Bereichen und Aktivitätsfeldern der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft (z. B. Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Bauen und Wohnen, Heizen und Kühlen, Wasserver- und -entsorgung, Tourismus, Katastrophenmanagement)

Weitere Informationen unter https://coin.ccca.ac.at/


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