Zilli (72) feiert heuer erst zum 18. Mal Geburtstag
BAD ZELL. Ihren 18. Geburtstag feiert Zäzilia Lehner am 29. Februar. „Endlich werde ich volljährig“, schmunzelt die Bad Zellerin, auf deren Geburtsurkunde eigentlich der 29. Februar 1952 eingetragen ist.

Erst zum 18. Mal kann Zäzilia Lehner ihren Geburtstag am richtigen Tag feiern, schließlich gibt es den 29. Februar nur alle vier Jahre als Schalttag. In Wahrheit wird „Zilli“, wie sie von Freunden und Bekannten genannt wird, heuer 72 Jahre alt. „Daheim haben wir die Geburtstage eigentlich gar nicht sonderlich gefeiert“, erinnert sich die am Enixlehnerhof in Schönau Geborene. Zilli war das erste Kind ihrer Eltern Zäzilia (heute 94) und Josef Kollroß, drei Brüder folgten.
Im alten Spital das Licht der Welt erblickt
„Auf die Welt gekommen bin ich im alten Freistädter Krankenhaus.“ Aus Erzählungen weiß sie, dass an ihrem Geburtstag am 29. Februar 1952 im alten Spital ein weiteres Mädchen aus Gutau auf die Welt gekommen ist. „Kontakt hat es aber nie gegeben.“ Schon mit 19 Jahren, im Jahr 1971, heiratete Zäzilia, die damals als Landwirtschafts-Lehrling tätig war, Hans Lehner aus Bad Zell. Es folgte der Hausbau, Zilli kümmerte sich um Haushalt, die kleine Landwirtschaft mit ein, zwei Kühen und später um die Kinder. Das Paar wurde mit vier Kindern gesegnet. „Erst mit den Kindern haben wir die Geburtstage richtig gefeiert.“ Ihr Ehrentag wurde und wird dann gefeiert, „wenn alle Zeit haben“, also vor oder nach dem „echten“ Termin, der eben nur alle vier Jahre im Kalender steht.
„Du wirst ja gar nicht älter!“
Wegen ihres Geburtstags am 29. Februar hat sich Zilli schon viele Späße anhören müssen. „Dass ich endlich aus der Pubertät komme, den Führerschein machen darf und vieles mehr“, lacht sie. Am nettesten findet sie: „Du wirst ja gar nicht älter!“ Dass ihr vor zwei Jahren verstorbener Gatte Hans nicht mehr mitfeiern kann, macht die Bad Zellerin sehr traurig. „Meinen 70-er haben wir damals ausfallen lassen, der Hans fehlt mir jeden Tag.“ Ein Trost sind ihr die lustigen Treffen ihrer Nachbarinnen-Runde und ihre Familie.


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