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Josef Wittinghofer: Tourismuskern-Obmann, ehemaliger Gastwirt und Wanderführer

Mag. Michaela Maurer, 07.05.2024 18:33

LASBERG. Josef Wittinghofer ist seit 33 Jahren Obmann des Tourismuskerns und hat heuer für seine Verdienste den Ehrenring der Gemeinde erhalten. In der Region ist der 80-Jährige auch als Wanderführer und ehemaliger Gastwirt bekannt.

Josef Wittinghofer (Foto: Maurer)
Josef Wittinghofer (Foto: Maurer)

„Der Tourismuskern Lasberg ist sehr aktiv und kann sich immer über viele freiwillige Helfer freuen“, sagt Obmann Wittinghofer. Unter seiner Obmannschaft wurden zahlreiche Projekte umgesetzt: „Wir haben die Alte Marktschmiede, die schon fast verfallen war, wieder hergerichtet. Die Hammerschmiede die zweitälteste Schmiede in der Gemeinde bekam ein neues Wasserrad. Und wir haben die gesamte Beschilderung, insgesamt 420 Tafeln, der Wanderwege neu gemacht.“

Auch zwei neue Wanderwege wurden ins Leben gerufen. Der elf Kilometer lange Wanderweg der sprechenden Marterl und der Druidenweg. Wegkreuze, Bildstöcke, Betsäulen, Marterl und Kapellen gelten als steinerne Zeugen des Volksglaubens und der Volkskunst. Auf dem Marterlweg wurden einige davon zum Erzählen gebracht. Auf Knopfdruck erfahren Wanderer die Geschichte des Marterls mittels moderner Elektronik. 30 Lehrtafeln über die volksheilkundliche Verwendung von Früchten, Blättern und Rinden von heimischen Bäumen und Sträuchern wurden am Druidenweg angebracht. Eines der wohl größten Projekte war das Hoh-Haus auf dem Buchberg. „Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet und das Leader-Projekt mit zahlreichen ehrenamtlichen Stunden umgesetzt“, erzählt Wittinghofer. Heute ist die Aussichtsplattform das wahrscheinlich bekannteste Tourismusziel in der Gemeinde.

Krankheit führte zum Wandern

Neben dem Tourismus ist auch das Wandern eine große Leidenschaft von Josef Wittinghofer. „Ich war 2000 ziemlich schwer krank. Die Ärzte haben mir damals geraten, nicht aufzugeben und mich viel zu bewegen“, erzählt der heute 80-Jährige vom Beginn seiner Wanderbegeisterung. „Anfangs bin ich kleinere Wege gegangen, dann immer weiter und länger.“ Er organisiert den IVV-Wandertag und jährlich zirka 40 Wanderungen für den Alpenverein und als privater Wanderführer. Eine seiner Lieblings-Wanderungen ist der Meraner-Höhenweg, den er zweimal im Jahr, und heuer bereits zum 25. Mal, begleitet. „Wir wandern eine ganze Woche bei einem herrlichen Panorama, auf zirka 3.000 Höhenmeter. Dabei nehme ich jedes Jahr zu, weil das Essen so gut ist“, schmunzelt der Wanderführer.

Was ihm am Wandern so gut gefällt? „Man trifft dabei auf ganz unterschiedliche Menschen, aber alle sind immer gemütlich. Ich unterhalte mich einfach gerne mit Menschen“, sagt Wittinghofer, der lange im Landmaschinenhandel arbeitete und 1968 gemeinsam mit seiner Frau Maria einen Gasthof kaufte (heute: Gasthof Stadler) und umgebaut hat. „Meine Frau hatte das Wirtshaus, ich habe Landmaschinen verkauft, nach der Arbeit im Wirtshaus geholfen und auch da immer gerne mit den Gästen geplaudert“, erzählt der Vater von zwei Töchtern, der vier Enkerl und fünf Urenkerl hat. Heute führt sein Enkerl Manuel mit Familie in dritter Generation den Gasthof.


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