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PIERBACH. „Es ist einfach schön, wenn man helfen kann“, beschreibt Doris Holzer die Motivation für ihr Engagement bei der Feuerwehr. Die langjährige Jugendbetreuerin der FF Pierbach hat jüngst die Atemschutz-Leistungsprüfung in Silber erfolgreich bestanden.

Doris Holzer mit Kommandant-Stv. Michael Mörwald (Foto: privat)
  1 / 2   Doris Holzer mit Kommandant-Stv. Michael Mörwald (Foto: privat)

Die Vorliebe für die Feuerwehr hat die gebürtige Mauthausenerin schon von Kindesbeinen an begleitet. „Mein 2012 verstorbener Papa war Jugendbetreuer in Mauthausen, ich bin quasi mit der Feuerwehr aufgewachsen“, erzählt die dreifache Mutter, die seit 25 Jahren in Pierbach lebt. Seit 2013 ist sie aktiv bei der örtlichen Feuerwehr engagiert und kümmert sich mit Hingabe um die Betreuung und Ausbildung des Feuerwehr-Nachwuchses. Rund 20 Mädchen und Burschen treffen sich wöchentlich zum Training, absolvieren Wissenstests, Erprobungen, treten bei Bewerbungen an und haben mit Doris Holzer natürlich auch Spaß und Freude an gemeinsamen Freizeitaktivitäten.

Nicht minder engagiert ist die beruflich bei der Lebenshilfe Unterweißenbach Beschäftigte, wenn die Wehr zu Einsätzen gerufen wird. „Ich wohne im Ort und bin oft als Erste auf der Dienststelle, wenn wir alarmiert werden.“ Seit Doris Holzer 2021 als erste Frau im Bezirk Freistadt das Atemschutz-Leistungsabzeichen in Bronze absolviert hat, geht sie auch in Atemschutz-Einsätze – und fühlt sich von ihren männlichen Kollegen dabei voll akzeptiert. „Die anderen Atemschutzträger verlassen sich auf mich“, sagt sie nicht ohne Stolz. „Aber ich muss schon ehrlich sein: Bei Atemschutzeinsätzen kommt man körperlich an seine Grenzen.“ Nichtsdestotrotz hat sie vor wenigen Tagen die nächste Ausbildungsstufe, die Atemschutz-Leistungsprüfung in Silber, absolviert. Mit Verena Aufreiter von der FF St. Leonhard/Freistadt und Julia Reindl (FF Freistadt) stellten sich bereits drei Frauen erfolgreich der anspruchsvollen Aufgabe.

An ihre Kinder Tatjana (18), Viktor (17) und Patrizia (12) hat Doris das „Feuerwehr-Gen“, von dem auch ihr Gatte seit 40 Jahren erfasst ist, erfolgreich vererbt. Viktor tritt im Herbst zur Atemschutz-Prüfung in Bronze an. „Zum Goldenen Leistungsabzeichen gehen wir miteinander“, schmunzelt die Mama, die unlängst auch das Funkleistungsabzeichen absolviert hat. Drei Jahre, bis zum Ablauf der fünfjährigen Funktionsperiode, bleibt sie der FF Pierbach zumindest noch als Jugendbetreuerin erhalten. „Aber wir haben so ein hervorragendes Kommando, ich kann mir gut vorstellen, noch eine Periode anzuhängen.“


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