Silvester: OÖ. Rotkreuz-Mitarbeiter sind für alle Fälle gerüstet
MÜHLVIERTEL. Sie sind rasch zur Stelle, wenn Menschen Hilfe brauchen: An 365 Tagen im Jahr sind die Mitarbeiter des OÖ. Roten Kreuzes in 18 Bezirks- und 88 Ortsstellen im Einsatz. Sie sorgen für schnellstmögliche Hilfe.

Wenn jede Sekunde zählt, ist auf die Mitarbeiter des OÖ. Roten Kreuzes Verlass. Mit 88 Dienststellen spannen sie ein dichtes Netz der Hilfe über das ganze Bundesland und bewahren im Ernstfall einen kühlen Kopf. Mit 120 Rettungsautos und 280 Rettungs- und Notfallsanitätern sorgen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes auch in der Silvesternacht für rasche Hilfe. Zusätzlich sind landesweit 18 Notarzteinsatzfahrzeugen mit je 18 Notfallsanitätern und Notärzten besetzt. Die Disponenten in den Leitstellen koordinieren die Rettungseinsätze in der letzten Nacht des Jahres. Sie sorgen dafür, dass überall die Hilfe ankommt, die gebraucht wird. Nicht zu vergessen ist das Engagement der Mitarbeiter in den freiwilligen sozialen Diensten wie Besuchsdienst oder Essen auf Rädern. Sie sind Ansprechpartner für Menschen, die oft sonst niemanden haben.
Erste-Hilfe-Tipps für eine sichere Silvesternacht
In der Silvesternacht ist der Rettungsdienst in der Regel mit einem erhöhten Aufkommen an Nachtschwärmern konfrontiert. Allerdings passieren immer wieder Unfälle mit Feuerwerkskörpern, die im Krankenhaus enden. „Zu den häufigsten Verletzungen zählen Verbrennungen und Hörschäden“, weiß OÖ. Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz. Folgende Tipps sollen die Silvesternacht sicherer machen.
Verbrennung
Raketen und Knaller können bei falscher Handhabung brandgefährlich werden. „Kühlen Sie die betroffene Stelle ausgiebig mit Wasser, das lindert den Schmerz“, sagt Hirz. Wenn der Verletzte friert, die Kühlung abbrechen. Dann die Verbrennung mit einer sterilen Wundauflage abdecken und mit Mullbinden locker fixieren. Bei großflächigen Verbrennungen die Rettung unter 144 verständigen.
Augenverletzungen
Feuerwerke können schnell ins Auge gehen. Größere Fremdkörper auf keinen Fall selbst entfernen. Kleinere Partikel vorsichtig mit Waser ausspülen - wählen Sie sofort den Notruf.
Abgetrennte Finger
Abgetrennte Finger sind ein Fall für die Rettung. Bis zum Eintreffen der Sanitäter die Blutung durch direkten Druck auf die Wunden mit keimfreien Wundauflagen stoppen. Abgetrennte Körperteile sind wie jede andere Wunde zu behandeln. „Den abgetrennten Finger in eine keimfreie Wundauflage wickeln, dann in einen Plastiksack stecken oder in eine Rettungsdecke einwickeln“, ergänzt Hirz. Hände weg von Eis und Wasser - mit beidem dürfen abgetrennte Gliedmaßen nicht in Berührung kommen.
Knalltrauma
Immer wieder erleiden Menschen Hörschäden durch Böller. Hört man plötzlich schlechter und hat Schmerzen im Ohr, können das Anzeichen für ein Knalltrauma sein. In diesem Fall ins Ruhige gehen und einen Arzt aufsuchen.
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