Insektenmehl in Lebensmitteln? Alles Unsinn! Bäckermeister aus Weitersfelden klärt auf
WEITERSFELDEN/ENGERWITZDORF. Seit einiger Zeit seien Gerüchte, Unterstellungen und Unwahrheiten über Mehlwürmer in Lebensmitteln im Umlauf, so Reinhard Honeder, Innungsmeister des oö. Lebensmittelgewerbes. Der Weitersfeldener, Inhaber der gleichnamigen Familienbäckerei in Engerwitzdorf, klärt nun darüber auf.

„In den vergangenen Wochen mehren sich die Anfragen bezüglich einer EU-Verordnung, die die Verarbeitung von Insekten in Lebensmitteln, also auch in Brot, Nudeln oder Backwaren genau regelt. Die Aufregung über angebliches Insektenmehl im Essen ist groß. Dabei werden in der Öffentlichkeit und vor allem über die sozialen Medien unzählige Unterstellungen, Halb- und Unwahrheiten verbreitet“, so Reinhard Honeder. „Die Debatte ist völlig neben der Spur, denn es wird der Eindruck erweckt, dass Insekten als billige Zutat einer Vielzahl an Lebensmitteln einfach so beigemischt werden. Oder schlimmer noch, dass Insekten nun bei der Verarbeitung von Getreide einfach mitverarbeitet werden können. Das ist alles Unsinn! Mehl bleibt Mehl. Unsere Betriebe setzen wie bisher auf traditionelle Mehlsorten von regionalen Mühlen und Getreide aus Österreich.“
Kilopreis zwischen 50 und 200 Euro
Immer wieder werde Betrieben unterstellt, das Insektenmehl heimlich in die Produkte einzuarbeiten und so den Konsumenten unterzujubeln. „Das machen wir natürlich nicht. Denn neben den drohenden rechtlichen Konsequenzen wäre Insektenmehl bei einem Kilopreis von 50 bis 200 Euro betriebswirtschaftlich völlig schwachsinnig. Kein Unternehmer wäre so dumm und macht ein Verlustgeschäft, nur um den Kunden etwas unterzujubeln“, so der Landesinnungsmeister. Die Verwendung von Insektenmehl sei nur erlaubt, wenn die Ware - verpackte als auch offene - explizit gekennzeichnet sei.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden