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LASBERG. Die Marktgemeinde Lasberg feiert am 18. und 19. Oktober ein ganz besonderes Jubiläum: 900 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung unter dem Namen Lozperch im Jahr 1125.

Lasberg vor zirka 100 Jahren (Foto: Marktgemeinde Lasberg)
  1 / 2   Lasberg vor zirka 100 Jahren (Foto: Marktgemeinde Lasberg)

Die Wurzeln Lasbergs reichen tief in das Mittelalter zurück. Bereits im Jahr 853 wurde das Gebiet zwischen Aist und Naarn dem Kloster St. Emmeram geschenkt – ein von Slawen besiedelter Teil des dichten Nordwaldes, durchzogen von Saumwegen, auf denen Salz und andere Handelswaren transportiert wurden. Im Zuge der Ostexpansion im 11. Jahrhundert begannen hochadelige Geschlechter mit der Rodung und Besiedelung der Riedmark. Einer dieser Adeligen war Adalbero von Griesbach, der mit der Rodung eines Bergs begann. Auf diesem wurde später eine Burg errichtet, deren Überreste heute durch das Hoh-Haus am Burgberg (heute Buchberg) nachempfunden sind. Diese Burg bildete den Ursprung für die spätere Siedlung Lasberg.

Erste Erwähnung

Die erste urkundliche Erwähnung als „Lozperc“ ist datiert auf das Jahr 1125, als Adalbero seine Kirche samt Hof dem Stift St. Florian übergab. Dieser Akt markiert nicht nur den Ursprung des Ortsnamens, sondern auch den Beginn einer kirchlichen und siedlungsgeschichtlichen Kontinuität, die bis heute fortbesteht. Es wird angenommen, dass sich der Name Lasberg vom slawischen Wort „laz“-Berg (gerodeter Berg) ableitet. Aus der kleinen Rodungssiedlung wurde ein zentraler Ort im Oberen Mühlviertel, der heute sowohl als Sitz der Pfarrgemeinde Lasberg als auch als Verwaltungssitz der Marktgemeinde Lasberg eine wichtige Rolle spielt. In den 900 Jahren seit dieser Schenkung ist aus der kleinen Holzkirche eine stattliche Pfarrkirche geworden.

Symbolische Schenkung

Ein ganz besonderer Moment im Jubiläumsjahr ist die geplante Schenkung des Pfarrhofes vom Stift St. Florian an die Pfarrgemeinde Lasberg. Diese Rückübertragung hat nicht nur symbolischen Charakter, sondern schafft auch klare Verhältnisse für die zukünftige Nutzung und notwendige Investitionen. Der barocke Pfarrhof – direkt neben der Pfarrkirche gelegen – ist ein prägender Bestandteil des Ortsbildes und soll künftig als spirituelles und gemeinschaftliches Zentrum gestärkt werden. Mit der anstehenden Renovierung wird ein neuer Raum entstehen: offen, einladend und multifunktional. Geplant sind nicht nur kirchliche Veranstaltungen, sondern auch Pfarrfeste, Flohmärkte und Begegnungen.

Jubiläumsfest

Das Jubiläum wird am 18. und 19. Oktober mit einem großen Fest gefeiert. Das Programm am Samstag startet um 14 Uhr mit dem Eintreffen am Marktplatz unter musikalischer Begleitung der Trachtenmusikkapelle Lasberg, um 14.30 Uhr folgt die Festrede von Hannes Etzlstorfer in der Pfarrkirche. Ab 15 Uhr werden Besichtigungen und Führungen durch die öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde, sowie Führung durch die Ausstellung „900 Jahre Lasberg“ angeboten. Ab 18 Uhr wird in der Mühlviertler Kernlandhalle mit einem Rückblick und Musik gefeiert.

Am Sonntag wird um 8.30 Uhr mit der Aufstellung am Marktplatz zum festlichen Einzug in die Kernlandhalle begonnen, wo um 9.30 Uhr ein Festgottesdienst mit dem Propst von St. Florian, Klaus Sonnleitner, stattfindet. Ab 10.30 Uhr findet das Pfarrfest mit Frühschoppen und Musik mit der Trachtenmusikkapelle Lasberg statt.


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