Fleißige Jugendliche und viele Ehrenamtliche als Froschretter im Bezirk Freistadt unterwegs
BEZIRK FREISTADT. Viele fleißige Jugendliche und Ehrenamtliche waren als Froschretter im Bezirk Freistadt unterwegs.

Voller Tatendrang und Jugendpower unterstützen zwölf Schüler der vierten AHWIL-Klasse BHAK.HTL.Freistadt mit ihrer Professorin Regina Mittmannsgruber und ihrem Professor Harald Tutsch im Rahmen des Naturwissenschaftlichen Unterrichts den Naturschutzbund Oberösterreich beim Aufstellen eines 200 Meter langen Amphibienschutzzaunes in Selker. Kräftig mit angepackt hat auch Bürgermeister Fritz Robeischl, der die fleißigen Froschretter darüber hinaus mit einer Jause und Getränken versorgte.
Schutzzäune für Amphibien
Jedes Jahr um diese Zeit wandern dort hunderte Amphibien, vor allem Erdkröten, aber auch Gras- und Springfrösche sowie Teichmolche aus dem Wald zum naheliegenden Teich über eine stark befahrene Straße. Damit die geschützten Tiere sicher das Gewässer zum Ablaichen erreichen, wandern sie entlang des Zaunes und fallen in Kübeln. Ein- bis zweimal täglich werden die Amphibien gezählt, nach Art und Geschlecht bestimmt und danach mit dem „Krötentaxi“ zum Teich gebracht.
Ebenso wird schon seit mehreren Jahren in Kefermarkt, bei den Flanitzteichen, der Amphibienschutz großgeschrieben. Dort wurde mit mehr als einem Dutzend freiwilligen Helfern ein 250 Meter langer Zaun entlang der Straße im Flanitztal aufgebaut, um Erdkröten und Grasfrösche, die aus dem Wald zu den Teichen wandern, vor dem sicheren Straßentod zu retten. Dietmar Huemer spendete Getränke und reparierte die Steher in den Wintermonaten.
Appell an Autofahrer
Das Aufstellen von Amphibienschutzzäunen ist ein wirksames Mittel, doch können damit nicht alle betroffenen Strecken erfasst werden. Der Naturschutzbund appelliert daher an alle Autofahrer in den kommenden Wochen, besonders in der Umgebung von Teichen, mit erhöhter Aufmerksamkeit zu fahren, um Erdkröten und andere Amphibien nicht sinnlos zu töten.
Die Laichwanderungen finden vor allem nachts ab dem Beginn der Dämmerung bis etwa ein, zwei Uhr früh statt. Bis etwa Ende April muss man mit den Hochzeitsreisenden auf den Straßen rechnen. Der Naturschutzbund bittet auch von Amphibien stark frequentierte Straßenabschnitte in Oberösterreich zu melden. Viele ungeschützte Amphibien-Wanderstrecken sind noch nicht erfasst. Es werden auch Personen gesucht, welche beim Auf- und Abbau der Amphibienschutzzäunen sowie beim Kontrollieren mithelfen wollen.


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