Freundschaft, die verbindet - Bezirk Freistadt und Tansania seit Jahrzehnten partnerschaftlich vereint
LEOPOLDSCHLAG. Aus einer engen Freundschaft zweier Bischöfe entstand vor über 60 Jahren eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit zwischen Oberösterreich und der Diözese Sumbawanga in Tansania. Schwester Regina Siumbu, Patrick und Erica Kajinga aus Tansania waren im Bezirk Freistadt zu Besuch.

Die Diözese Sumbawanga in Tansania hat einen besonderen Bezug zu Oberösterreich. Die damals jungen Bischöfe Karolo Msakila und Alois Wagner verband eine enge Freundschaft und daraus entstand eine konstruktive Entwicklungszusammenarbeit. Bischof Wagner gründete 1961, mit engagierten Freunden aus der „Katholischen Aktion Österreich“, den Österreichischen Entwicklungsdienst (ÖED). Junge Leute aus verschiedenen Berufen wurden gewonnen, drei Jahre Entwicklungshilfe in Afrika, Asien und Lateinamerika zu leisten. Tansania, in Ostafrika, war mit Bischof Msakila, ein begehrtes Land, wo Hilfe bereitwillig angenommen wurde.
In der Diözese Sumbawanga, gaben die mutigen, jungen Frauen und Männer, in Krankenstationen, in Hauswirtschaftsschulen, in der Landwirtschaft mit Wasserversorgung und in Berufsschulen für Tischler, Elektriker, Maurer und Mechaniker, ihr Können, den aufgeschlossenen Afrikanern, weiter. Für die erfahrungsreichen Jahre bekamen die Entwicklungshelfer wertvolle Auslands- und Lebenserfahrung zurück. So manche Freundschaft entstand die bei gegenseitigen Besuchen gefestigt wurden.
Besuch
Schwester Regina Siumbu, Patrick und Erica Kajinga kamen im Jänner nach Österreich um die ehemaligen Entwicklungshelfer zu besuchen und auch „Asante sana“ vielen Dank zu sagen. Karl Narzt aus St. Oswald war 1964 Mitglied der zweiten Gruppe der beherzten Entwicklungshelfer. Erwin Chalupar, aus Grünbach, war 1984 einer der letzten ÖED Entwicklungshelfer in Sumbawanga. Beide pflegen guten Kontakt zu den Freunden in Tansania. Der Besuch in Oberösterreich, in Grünbach und St. Oswald, besonders aber in Leopoldschlag, wo man sich im freundlichen Gespräch über Bischof Alois Wagner unterhielt und zu seinem Gedenken ein Danke überbrachte, bleibt den afrikanischen Freunden in bester Erinnerung.
„Tansania hat sich in den Bereichen Schul- und Gesundheitswesen so wie in der Landwirtschaft, Infrastruktur und Tourismus gut entwickelt. Die Entwicklungshelfer leisteten dazu einen beachtlichen Beitrag“, sagt Erwin Chalupar.


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