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FREISTADT. Mit der Sozialregion Freistadt 2040 arbeiten die 27 Gemeinden des Bezirks seit rund zwei Jahren an einer langfristigen Strategie für ein gutes Miteinander aller Generationen. Das Jahr 2026 steht dabei ganz im Zeichen des Netzwerkaufbaus und der Vorbereitung.

Bezirkshauptfrau und SHV-Obfrau Andrea Wildberger (Foto: Christoph Meisinger)
Bezirkshauptfrau und SHV-Obfrau Andrea Wildberger (Foto: Christoph Meisinger)

Ab 2027 sollen erste Maßnahmen in den Gemeinden sichtbar und für die Bevölkerung spürbar werden. Die Sozialregion Freistadt 2040 versteht sich als Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Ziel ist es, Menschen in allen Lebensphasen – vom Kindesalter bis ins hohe Alter – möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld begleiten und unterstützen zu können.

Entscheidende Phase

„Die große Anfangseuphorie ist naturgemäß etwas dem Alltag gewichen. Aber genau jetzt entscheidet sich, ob aus einer guten Idee eine nachhaltige Bewegung für unsere Region wird“, betont Bezirkshauptfrau und Sozialhilfeverbands-Obfrau Andrea Wildberger.

Bürgermeister als zentrale Personen

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Bürgermeister der 27 Gemeinden. Sie kennen die Menschen, Vereine und Herausforderungen vor Ort und können Entwicklungen anstoßen sowie Netzwerke stärken. „Die Sozialregion kann nur gelingen, wenn sie in den Gemeinden getragen wird. Sie sind und bleiben das Herzstück dieser Entwicklung“, so Wildberger.

WALter-Pioniere gefragt

Gleichzeitig werden in allen Gemeinden weitere WAlter-Pioniere gesucht. Sie bilden das Fundament des Vereins WAlter – Wirknetz Alter und vernetzen Vereine, Pfarren, soziale Einrichtungen und engagierte Bürger. Ziel ist es, bestehende Angebote sichtbar zu machen und vorhandene Stärken besser zu nutzen.

Kräfte bündeln und vernetzen

Bereits heute wird in den Gemeinden eine Vielzahl sozialer Leistungen erbracht – oft ehrenamtlich und vielfach wenig bekannt. Genau hier setzt die Sozialregion an. „Wir müssen nicht alles neu erfinden. Es geht darum, bestehende Kräfte zu bündeln und Menschen miteinander zu vernetzen“, erklärt Wildberger.

Doppelgleisigkeiten vermeiden

Besonders wichtig sei dabei die Abstimmung zwischen den einzelnen Akteuren. Neue Angebote sollen bestehende Strukturen ergänzen und nicht mit ihnen konkurrieren. „Die Zukunft liegt im Miteinander und nicht im Nebeneinander. Dort, wo wir uns abstimmen und ergänzen, entsteht der größte Nutzen für die Menschen.“

Erste Projekte in Planung

Aktuell werden gemeinsam mit den Gemeinden Informationsmaterialien und Übersichten über bestehende soziale Angebote erstellt. Darüber hinaus gewinnen Themen wie altersgerechtes Wohnen und generationengerechte Ortsentwicklung an Bedeutung. Erste Projekte befinden sich bereits in Freistadt und Unterweißenbach in Planung.

Wer sich als WAlter-Pionier engagieren möchte, kann sich direkt an seine Gemeinde wenden.


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