Grenzüberschreitendes Kulturprojekt: Rainbach setzt auf Pferdeeisenbahn
RAINBACH. An einem kulturellen und touristischen Zukunftsprojekt wird derzeit in der Gemeinde gearbeitet: Das Interreg-Projekt „Weg des Salzes“ liegt aktuell zur Begutachtung bereit.

Herzstück des Projektes ist ein markierter Wanderweg von Bad Aussee bis nach Budweis. Auch das Schlossmuseum in Freistadt ist mit dabei. Im Zuge der Umstrukturierung und Erweiterung des zweiten Stocks wird der Salzhandel in einer Ausstellung aufgegriffen. „Wir in Rainbach haben die Verantwortung über das Projekt und widmen uns natürlich dem Thema Pferdeeisenbahn. Geplant ist eine Museumserweiterung in Kerschbaum mit dem Schwerpunkt auf der Frage, was nach der Pferdeeisenbahn kam, wie sich der Transport – insbesondere der Personentransport – entwickelt hat und welche zeitgeschichtlichen Ereignisse für die Region von Bedeutung waren. Das wird unter anderem die Grenzöffnung 1989 sein. Aber auch einen Blick in die Zukunft des Transportverkehrs wird es geben“, sagt Bürgermeister Günter Lorenz sowie Obmann-Stellvertreter des Vereins Freunde der Pferdeeisenbahn. Tourismusobfrau Bettina Preinfalk wird das 1,5 Millionen-Projekt die nächsten sieben Jahre begleiten.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Grenzüberschreitend am Projekt beteiligt sind die tschechischen Gemeinden Bujanov mit einer Museumsmodernisierung sowie Holkov Velesin mit einem Stadtmuseum. Auch die europäische Kulturhauptstadt 2028, Budweis, greift das Thema Pferdeeisenbahn und Weg des Salzes auf. „Wir hoffen natürlich auf eine positive Entscheidung im September, um dieses für unsere Region wertvolle Projekt umsetzen zu können“, sagt Lorenz.
Archäologische Grabungen
Gleichzeitig wurde in den vergangenen Monaten die S10-Baustelle im nördlichen Bereich durch Archäologen untersucht. Überreste der ehemaligen Pferdeeisenbahntrasse gaben Auskunft über den damaligen Transportweg. Diverse Fundstücke werden künftig im Kerschbaumer Pferdeeisenbahnmuseum ausgestellt.Nach der Freilegung, Besichtigung und Digitalisierung wurde das Relikt wieder zugeschüttet, bevor mit den Bauarbeiten an der Schnellstraße begonnen wurde.


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