Antrag im Umweltausschuss beschlossen: Bürgerkarte soll Müllgebühren einbremsen
FREISTADT. Die Bürgerliste WIFF will das Bringsystem mit dem orangen Sack im Freistädter Abfallzentrum überprüfen lassen. Hintergrund ist die Kritik, dass nicht nur Freistädter Haushalte, sondern auch Personen aus anderen Gemeinden und Bezirken die vergleichsweise günstige Möglichkeit zur Restmüllentsorgung nutzen würden. Ein entsprechender Antrag wurde kürzlich einstimmig im Umweltausschuss beschlossen.

Ziel ist es, die Kosten des bestehenden Systems zu durchleuchten und mögliche Maßnahmen für mehr Kostenwahrheit zu prüfen. Laut WIFF würden die Kosten vor allem von den Freistädtern über die Abfallgebühren, insbesondere die Abfallgrundgebühr, mitgetragen.
„Im Freistädter Abfallzentrum kann man durch das Bringsystem mit dem orangen Sack billig Haus- beziehungsweise Restmüll entsorgen. Dieses Angebot nutzen auch viele Abfallentsorger aus anderen Gemeinden und sogar Bezirken“, erklären Stadtrat Rainer Widmann und Harald Greul, Mitglied des Umweltausschusses. Die Freistädter würden dafür „mit hohen Abfallgebühren“ die Kosten tragen. „Damit muss Schluss sein“, so Widmann und Greul.
Höhere Kosten für auswärtige Müllentsorger
Konkret bringt WIFF eine Bürgerkarte für Freistädter Haushalte ins Spiel. Damit soll die günstige Entsorgung künftig jenen vorbehalten bleiben, die über die Grundgebühr zur Finanzierung beitragen. Für Personen von außerhalb fordert die Bürgerliste höhere Entgelte, sofern sie Restmüll im Freistädter Abfallzentrum abgeben möchten.
„Wer nicht aus Freistadt ist und damit von der Grundgebühr befreit ist, soll daher mehr zahlen, wenn er seinen Restmüll bei uns abgeben will“, betonen Widmann und Greul. Dadurch solle laut WIFF auch der lokale „Mülltourismus“ eingeschränkt werden. Als weitere mögliche Effekte nennt die Bürgerliste eine Entlastung des häufig stark frequentierten Altstoffsammelzentrums sowie mehr Kostenwahrheit bei der Müllentsorgung.
Nach dem einstimmigen Beschluss im Umweltausschuss sollen nun die Kosten des Bringsystems mit dem orangen Sack geprüft und mögliche Zugangskontrollen, darunter eine Bürgerkarte für Freistädter, evaluiert und ausgearbeitet werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden