Bürgerinitiative erneuert Kritik am Windpark Königswiesen-St. Georgen am Walde
KÖNIGSWIESEN/ST. GEORGEN AM WALDE. Mit einem offenen Brief an die oberösterreichische Landesregierung und die Landtagsabgeordneten erneuert die Bürgerinitiative Lebensraum Königswiesen – St. Georgen ihre Kritik am geplanten Windpark Königswiesen – St. Georgen am Walde. Die Initiative fordert, das Projekt nicht zu genehmigen und die Anliegen der Bevölkerung stärker zu berücksichtigen.

Die Einwendungen wurden bereits im laufenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) eingebracht. Nach eigenen Angaben wird die Stellungnahme von 1.710 Unterstützern getragen. Die Initiative betont, sie sei nicht grundsätzlich gegen Windkraft, lehne jedoch den geplanten Standort im Stiftinger Forst ab.
Die Kritikpunkte
Kritisiert werden unter anderem die geplanten zehn Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 261 Metern sowie die rund 40,5 Kilometer lange Kabeltrasse. Die Bürgerinitiative befürchtet Auswirkungen auf Natur, Landschaft, Trinkwasser, geschützte Tierarten sowie die Lebensqualität der Anrainer. Auch mögliche Wertverluste von Liegenschaften, Belastungen durch Lärm und Schattenwurf sowie Eingriffe in den Weinsberger Wald werden als Kritikpunkte angeführt.
Zu wenig Informationen
Darüber hinaus wirft die Bürgerinitiative den politisch Verantwortlichen vor, die Bevölkerung zu wenig in das Verfahren eingebunden zu haben. Die Zustimmung der Standortgemeinde sei aus ihrer Sicht erfolgt, bevor die Bürger ausreichend informiert worden seien.
Im offenen Brief fordert die Initiative die Landespolitik unter anderem auf, den Schutz des Frei- und Weinsberger Waldes stärker zu berücksichtigen, die Auswirkungen aller geplanten Windparkprojekte in der Region gemeinsam zu bewerten und das Gespräch mit den betroffenen Bürgern zu suchen. Außerdem verlangt sie Antworten zur langfristigen Versorgungssicherheit und zur energiepolitischen Notwendigkeit des Projekts.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden