Mühlviertler Kernland-Betrugsprozess findet am Donnerstag statt
LINZ/MÜHLVIERTLER KERNLAND. Morgen, Donnerstag, muss sich die ehemalige Geschäftsführerin (60) des Regionalvereins Mühlviertler Kernland vor einem Schöffensenat des Linzer Landesgerichts verantworten.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Linz soll die frühere Geschäftsführerin, für die die Unschuldsvermutung gilt, den Regionalverein jahrelang zur persönlichen Bereicherung missbraucht haben. Vorgeworfen werden ihr schwerer Betrug und Geldwäscherei.
Der Beschuldigten wird angelastet, über einen längeren Zeitraum wahrheitswidrig angegeben zu haben, ein von ihr vertretener Verein benötige zur Abwicklung von Projekten Geld und sei aufgrund zugesagter Förderungen rückzahlungswilliger und -fähiger Kreditnehmer. Dadurch habe sie die Gewährung mehrerer Kredite sowie die Auszahlung von Förderungen erwirkt und einen Gesamtschaden von rund 765.000 Euro verursacht. Einen Teil des Schadens soll die Beschuldigte bereits zurückgezahlt haben. Der Strafrahmen im Falle einer Verurteilung beträgt zwischen ein und drei Jahren Freiheitsentzug.
Das Verfahren gegen eine mitangeklagte nahe Verwandte wurde mittlerweile im Weg einer Diversion mit einer Probezeit von zwei Jahren vorläufig eingestellt, da diese den Schaden zur Gänze wiedergutgemacht hat.








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