Windhaag plant neues Musikheim für beide Musikkapellen und Ortsplatz-Neugestaltung
WINDHAAG. In Windhaag ist die Planungsphase für ein gemeinsames Musikheim der beiden örtlichen Musikvereine gestartet. Als Standort ist das Altgebäude des Green Belt Centers (Waldhaus) vorgesehen. Das Gebäude soll saniert und für die neue Nutzung entsprechend umgebaut werden

„Das Land Oberösterreich befürwortet das Vorhaben“, berichtet Bürgermeister Martin Kapeller. Als nächster Schritt stehen nun die Kostenermittlung und die Erstellung eines Finanzierungsplans auf dem Programm. Geht es nach den Verantwortlichen, soll 2027 bereits der Spatenstich erfolgen.
Historisches Gebäude wird behutsam revitalisiert
Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, stellen sich an die Planung besondere Herausforderungen. Die vorgesehenen Maßnahmen sind jedenfalls mit dem Denkmalamt abzustimmen.
Ziel ist es, die ehemalige Volksschule möglichst wieder auf ihren historischen Zustand aus der Entstehungszeit Mitte des 19. Jahrhunderts zurückzuführen. Im Wesentlichen betrifft das vor allem das Erscheinungsbild nach außen – beispielsweise sollen die Fenster wieder vergrößert werden und der Dachstuhl abgesenkt werden. In Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt soll durch die Sanierung der historische Charakter des Hauses wieder stärker zur Geltung kommen.
Großer Proberaum
Herzstück des künftigen Musikheims wird ein rund 160 Quadratmeter großer Proberaum. Insgesamt sind für das Musikheim rund 450 Quadratmeter Nutzfläche vorgesehen. Neben dem Proberaum sollen unter anderem ein Registerproberaum, Archiv- und Lagerräume, Aufenthaltsräume für die Marktmusikkapelle und die Feuerwehrmusik Platz finden.
Für die beiden Musikvereine bedeutet das Projekt vor allem eines: Sie sollen künftig unter einem Dach über zeitgemäße und ausreichend große Räumlichkeiten für Proben und Vereinsarbeit verfügen.
Nachnutzung für den bisherigen Proberaum
Auch für die derzeitigen Proberäume der beiden Musikkapellen im Kellergeschoss des Gemeindeamtes gibt es bereits konkrete Planungen zur Nachnutzung. Die Räumlichkeiten sollen künftig dem gemeinsamen Bauhofverband von Windhaag und Leopoldschlag zur Verfügung stehen.
Vorgesehen sind dort unter anderem ein Büro, ein Sozialraum sowie Werkstätten und Einstellräume für den Bauhof. Die Planung des neuen Bauhofes wird mit der Gemeinde Leopoldschlag abgestimmt.
Als Neubau wird zwischen dem Feuerwehrzeughaus und dem Gebäude des Altstoffsammelzentrums (ASZ) eine Einstellhalle für die großen Fahrzeuge des Bauhofs entstehen.
Diese geplanten Projekte haben den großen Vorteil, dass keine neuen beheizten Gebäude errichtet werden müssen und gleichzeitig die bestehenden Gebäude saniert und auf den aktuellen Stand bezüglich Wärmedämmung gebracht werden. Im Zuge dieser großen Veränderungen wird auch bereits an einer Sanierung des Amtsgebäudes gearbeitet.
Ortsplatz soll Marktplatz und Kirchenplatz verbinden
Parallel zum Musikheim-Projekt wird in Windhaag auch an der Neugestaltung des Ortszentrums gearbeitet. „Für die geplante Ortsplatzgestaltung liegt bereits eine Förderzusage vor“, sagt Bürgermeister Kapeller. Kern des Projekts ist die Öffnung der bestehenden Friedhofsmauer. Dadurch soll ein neuer, zusammenhängender Bereich aus Marktplatz und Kirchenplatz entstehen, der von Gemeinde und Pfarre genutzt werden kann. Gleichzeitig soll damit eine bessere Verbindung zwischen der Kirche und dem Waldhaus geschaffen werden.
Geplant ist ein ebener Platz, der sowohl für Veranstaltungen als auch für kirchliche Feiern genutzt werden kann. Die Planung erfolgt gemeinsam von Gemeinde und Pfarre. Die Gesamtkosten des Projekts werden derzeit mit 392.000 Euro angegeben. „Im Herbst wollen wir den detaillierten Plan der Öffentlichkeit vorstellen“, kündigt Kapeller an.








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