Mairspindt feiert Glockenweihe und 50 Jahre Wassergenossenschaft
WINDHAAG. Gleich zwei bedeutende Anlässe wurden in Mairspindt (Windhaag) gemeinsam gefeiert: die feierliche Wiedereinweihung der sanierten Dorfglocke sowie das 50-jährige Bestehen der Wassergenossenschaft.

Den festlichen Auftakt bildete die Segnung der Dorfglocke, deren Geläut seit Generationen zum unverwechselbaren Klang des Dorflebens gehört. Die erste auf der Glocke gefundene Jahreszahl stammt aus dem Jahr 1842, was auf ihre Anschaffung hindeutet. Die letzte Glockenweihe erfolgte am 3. Mai 1925.
Reparatur der Glocke
Im Jänner 2026 wurde jedoch ein rund zwölf Zentimeter langer Riss festgestellt. Umfangreiche Reparaturarbeiten waren notwendig, weshalb acht Monate lang kein Glockengeläut über Mairspindt zu hören war. Dass die Glocke nun wieder erklingen kann, ist vor allem dem außergewöhnlichen Gemeinschaftsgeist der Bevölkerung zu verdanken. Im Zuge einer Spendenaktion brachten die lediglich 34 Haushalte des Ortes mehr als 8.000 Euro auf.
Da zusätzlich auch die technische Steuerung erneuert werden musste, kam schließlich Unterstützung von der Kulturabteilung des Landes Oberösterreich. Vizebürgermeisterin Susanne Pilgerstorfer überreichte der Dorfgemeinschaft als symbolisches Geschenk einen Schutzengel. Gemeinsam mit der Glocke wurde auch der Engel von Pfarrkurat Franz Mayrhofer gesegnet.
Jubiläumsfest
Im Anschluss wurde das 50-jährige Bestehen der Wassergenossenschaft Mairspindt gefeiert. Obmann Andreas Reindl erinnerte an die Gründungszeit der Genossenschaft, als die notwendigen Grabungsarbeiten noch mit einfachsten Hilfsmitteln durchgeführt wurden und nur durch den enormen Einsatz der damaligen Mitglieder die Wasserversorgung gesichert werden konnte.
Bereits im Jahr 1973 wurden in Eigenregie zwölf Quellfassungen errichtet. Mit den damals nur sehr eingeschränkt verfügbaren technischen Möglichkeiten und ohne moderne Maschinen war dies eine beachtliche Leistung. Nach mehreren Jahren intensiver Arbeit konnte die Wasserversorgungsanlage 1976 fertiggestellt werden und versorgte zunächst 22 Haushalte mit Trinkwasser.
Ehrungen
Bereits 1977 erfolgte eine Erweiterung des Leitungsnetzes, um weitere Haushalte anzuschließen. Heute versorgt die Wassergenossenschaft 33 Haushalte mit insgesamt 107 Personen. Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die Ehrung aller bisherigen Obleute der Wassergenossenschaft. Der erste Obmann, Franz Puchmayr, ist bereits verstorben. Ihm folgten Johann Affenzeller (1991 bis 2002), Erich Bauer (2002 bis 2012), Günter Adlbrecht (2012 bis 2020) und Karl Traxler (2020 bis 2022). Seit 2022 steht Andreas Reindl an der Spitze der Genossenschaft.
In den Grußworten verwies Bürgermeister Martin Kapeller auf die zunehmende Wasserknappheit infolge des trockenen Jahres und betonte die große Bedeutung einer funktionierenden Wasserversorgung für die Zukunft ländlicher Regionen.








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