Wenn die Lebensretter aus der Luft kommen: Notarzthubschrauber rückten im Vorjahr 2.798-mal aus
OBERÖSTERREICH. 2.798-mal rückten die oberöstzerreichischen Notarzthubschrauber im vergangenen Jahr zu meist lebensrettenden Einsätzen aus.

„Die zwei oberösterreichischen Notarzthubschrauber aus Linz und Suben mussten im vergangenen Jahr insgesamt 2.798-mal zu meist lebensrettenden Einsätzen aufsteigen. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die ÖAMTC-Flugrettung einen festen Platz in der medizinischen Notfallversorgung Oberösterreichs hat“, zieht Geschäftsführer Reinhard Kraxner Bilanz.
Täglich waren die Teams von Christophorus 10 (1.185 Einsätze) und Christophorus Europa 3 (1.613 Einsätze) unterwegs, um Menschen nach unterschiedlichsten Notfällen schnelle Hilfe zu bringen.
Einsatzursache Nummer eins
Einsatzursache Nummer eins waren mit über 50 Prozent wieder internistische und neurologische Notfälle.
Rund 20 Prozent der Einsätze galten Unfällen, die sich bei der Arbeit, in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld ereignet haben.
Lediglich jeder 10. Flug war aufgrund eines Verkehrsunfalls notwendig.
Durchschnittlich 52 Einsätze pro Tag in Österreich
Insgesamt starteten die Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung in ganz Österreich im Jahr 2019 zu 18.921 Notfalleinsätzen. „Im Schnitt sind das über 52 Einsätze pro Tag“, zollt Kraxner den Piloten, Flugrettern und Notärzten Respekt. „Ohne ihr Engagement und ohne unsere Partner Rotes Kreuz und Bergrettung wäre die schnelle Hilfe aus der Luft nicht möglich.“
Ultraschall an Bord
Gerade in der Notfallmedizin können Minuten über Leben und Tod entscheiden. Damit die Notärzte der ÖAMTC-Flugrettung schnell und zuverlässig eine richtige Diagnose stellen können, benötigen sie neben Erfahrung auch die entsprechende Ausrüstung. Im vergangenen Jahr wurde die medizinische Ausrüstung der Notarzthubschrauber um mobile Ultraschallgeräte erweitert.
Die Ultraschalltechnologie ermöglicht den Rettungsteams unter anderem das Erkennen von lebensbedrohlichen Verletzungen wie Blutungen in Brust- und Bauchraum. „So gewinnen auch die oberösterreichischen Christophorus-Crews wertvolle Zeit, die lebensrettend sein kann“, erklärt Reinhard Kraxner.


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