Corona-Zwischenbilanz im Klinikum Freistadt: Längster stationärer Aufenthalt dauerte 50 Tage

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 06.08.2020 20:36 Uhr

FREISTADT. Im Klinikum Freistadt wurden 15 Covid-19-Erkrankte stationär versorgt, die für insgesamt 551 Belagstage sorgten. Ein Patient musste 50 Tage im Klinikum bleiben. Er konnte trotz Langzeitbeatmung auf der Intensivstation gesund entlassen werden. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Bereiche wurde die Krise bestens gemeistert.

„Im Klinikum Freistadt hatten wir vergleichsweise viele schwer an Covid-19 Erkrankte in Behandlung. In mehreren Fällen war eine Langzeitbeatmung auf der Intensivmedizin erforderlich. Dank der sofort getroffenen Adaptierungen und der Ausweitung der Therapiemöglichkeiten war für die meisten Betroffenen jedoch eine Behandlung auf der Normalstation möglich“, resümiert Primar Norbert Fritsch, Ärztlicher Direktor im Klinikum Freistadt.

„Von der Patientenlogistik, der Aufnahmestrategie und der Behandlung bis hin zu den Schutzmaßnahmen haben sich sämtliche Prozesse und Abläufe durch Covid-19 geändert. Dank des Engagements aller Mitarbeiter ist es uns gelungen, Problemstellungen rasch zu meistern. Aufgrund der strengen Disziplin des gesamten Personals bezüglich Schutzausrüstung konnten Engpässe bei der Materialversorgung abgewendet werden.“

Lange Aufenthaltsdauer

Zwischen März und Ende Juni wurden im Klinikum Freistadt 1.281 PCR-Tests durchgeführt. Vier Frauen und elf Männer mussten stationär behandelt werden. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Person betrug 38 Tage auf der Intensivstation und zehn Tage auf der Normalstation. Die leider zu verzeichnenden Todesfälle waren auf schwere Grunderkrankungen in Verbindung mit Covid-19 zurückzuführen, wie der Ärztliche Direktor betont.

Trotz der medizinischen und logistischen Herausforderung war man im Klinikum Freistadt stets auch um das seelische Wohlergehen der Patienten bemüht: „Die Entscheidung über eine Behandlung auf der Normal- oder Intensivstation erfolgte immer in Absprache mit dem oder der Betroffenen sowie den Angehörigen und wurde interdisziplinär getroffen. Wichtig war und ist uns, Covid-19-Erkrankungen nach dem neuesten Standard zu therapieren und trotz aller Vorsichtsmaßnahmen neben medizinischer Behandlung auch psychische Unterstützung für die Patientinnen und Patienten anbieten zu können“, sagt Primar Fritsch.

Rückstau bei Behandlungen abgearbeitet

Die wegen des Coronavirus verschobenen Behandlungen und Operationen wurden in den letzten Wochen fast vollständig aufgearbeitet. Nach wie vor werden für den Fall erneut steigender Infektionszahlen sowohl auf der Normalstation als auch auf der Intensivstation Betten frei gehalten, um jederzeit Cpvid-19-Erkrankte aufnehmen und isoliert versorgen zu können.

Auch wenn die Rückkehr in den Regelbetrieb mittlerweile schrittweise erfolgt ist, gelten weiterhin strenge Schutz- und Hygienemaßnahmen, beispielsweise die geltende Maskenpflicht für alle Anwesenden. Organisatorische Strukturen angepasst Das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken, ist im Krankenhaus nicht höher als in anderen Lebensbereichen.

„Neben der Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen war auch die Entwicklung einer passenden Informationslogistik eine Herausforderung. Auch Behandlungsplätze für Corona-Patienten und Testräumlichkeiten mussten frei gehalten oder geschaffen werden, ebenso die notwendigen Isolationsmaßnahmen. In sehr kurzer Zeit wurden unter tatkräftiger Mithilfe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Strukturen geschaffen. Das gesamte Team hat einen unglaublichen Einsatz und Zusammenhalt gezeigt“, sagt der Ärztliche Direktor. „Wir begegnen dem Virus mit Respekt – also sicherem und konsequentem Vorgehen, wie in der Medizin üblich. So sind das Klinikum Freistadt und seine Mitarbeiter für die Zukunft gut gerüstet.“

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