Corona: Klinikum Freistadt hat alle Hände voll zu tun
BEZIRK. Coronabedingt aktuell stark gefordert ist das Klinikum Freistadt. 43 Covid-19-Patienten werden dort (Stand 9.11.) gerade behandelt. Ein Normalbetrieb mit unveränderten Leistungen ist momentan nicht möglich.

Zu Redaktionsschluss (Montag, 9. November) waren 43 Corona-Patienten im Klinikum Freistadt, davon wurden drei auf der Intensivstation behandelt. „Das Klinikum Freistadt verfügt über sechs Intensivplätze und es werden natürlich alle Maßnahmen gesetzt, damit Covid-Erkrankte nach Möglichkeit nicht intensivpflichtig werden“, sagt der Ärztliche Direktor Primar Dr. Norbert Fritsch.
Zwei Isolierstationen
Zwei Stationen/Abteilungen wurden zu Isolierstationen für Covid-Patienten. Diese werden gesammelt und isoliert untergebracht, um sie bestmöglich betreuen zu können und auch zum Schutz. Die Corona-Stationen sind als Zwischenstufe zwischen Normalstation und Intensivstation zu sehen. Doch es geht nicht nur um „Betten“, sondern auch um personelle Grenzen, da der Krankenhausbetrieb derzeit sehr anstrengend und fordernd ist.
„Wir haben mit einem vermehrten Anstieg an stationären Covid-Patienten gerechnet und haben uns vorbereitet, doch diese steile Kurve mit so vielen notwendigen Aufnahmen gleichzeitig ist schon sehr fordernd“, sagt Norbert Fritsch.
Betrieb läuft geordnet
„Der Betrieb läuft dennoch geordnet, allerdings ist die Situation ernst. Wichtig ist, dass Patienten, deren Symptome sich verbessert haben, sodass ein Krankenhausaufenthalt nicht mehr notwendig ist, weiterhin nach Hause oder in die Pflegeinrichtung entlassen werden, auch wenn sie noch ein positives Testergebnis haben.“
Enger Kontakt zum Krisenstab
Das Führungsteam des Klinikum Freistadt steht in engem Kontakt mit dem Krisenstab des Landes Oberösterreich und es gibt einen intensiven Austausch mit den anderen Krankenhäusern. Auch das trägerübergreifende Intensivbettenmanagement mit allen Spitalsträgern in OÖ wurde wieder in Kraft gesetzt.
„Dringende Behandlungen werden durchgeführt“
Ein Normalbetrieb mit unveränderten Leistungen ist in dieser Ausnahmesituation zwar nicht möglich, doch eine der wichtigsten Botschaften an die Bevölkerung ist, dass sie bei akuten Beschwerden aus Angst vor einer Covid-Ansteckung oder falscher Information Arztpraxen oder das Spital nicht meiden sollen. „Dringende Operationen und Behandlungen werden jederzeit durchgeführt!“, versichert Primar Fritsch.
Derzeit gilt am Klinikum Freistadt ein behördlich verordnetes Besuchsverbot.
Niedergelassene Ärzte als erste Anlaufstelle
Niedergelassene Ärzte sind für Patienten erste Anlaufstelle. Mit der neuen Möglichkeit des Antigen-Tests beim Kassenarzt – wenn Coronavirus-Symptome vorliegen – werden nicht nur anderweitige Testkapazitäten geschont, sondern auch die Patientensicherheit erhöht, da hier schnell und einfach Ergebnisse vorliegen und Patienten rasch Gewissheit haben.
Großer Dank ans Personal
„Das medizinische Personal versorgt die Patienten tagtäglich an der Seite der Ärzte – auch ihnen gilt ein großes Danke“, betont OÖ Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser.


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