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Corona-Krise trifft in Moldawien die Ärmsten: Österreichisches Projekt braucht Unterstützung

Mag. Claudia Greindl, 29.12.2020 14:55

ST. LEONHARD. Seit 2011 arbeitet Tom Zuljevic-Salamon mit seiner Firma „Die Querdenker e. U.“ Moldawien an Projekten, die die Sozial- und Gesundheitsversorgung im Armenhaus Europas verbessern helfen. Dabei wurde viel erreicht und vieles hat sich zum Besseren entwickelt.

  1 / 2   Eröffnungsfeier des Hauses der Wohngemeinschaft für ehemalige Psychiatrie-Patienten in Braceni. Das Haus stellen die Querdenker zur Verfügung. Foto: privat

In den psychiatrischen Spitälern im Land wurden die Infrastruktur verbessert, Heizungen eingebaut, Werkstätten eingerichtet und viele Patientenzimmer renoviert. Finanziert wurde diese Arbeit von der Austrian Development Agency, die zum österreichischen Außenministerium gehört, und in vielen Ländern Entwicklungshilfe betreibt. Psychiatrie-NachsorgeVor vier Jahren wurde mit einem ganz speziellen Projekt zur Förderung von selbstbestimmtem Leben für ehemalige Psychiatriepatienten begonnen. Nach zwei Jahren Vorbereitung war es 2019 so weit und das erste unabhängige Haus wurde in einem Dorf in der Nähe der Bezirksstadt Edinet eröffnet (Tips hat berichtet).

Novum für Moldawien

Seither wohnen dort sechs Personen und werden von einem Team aus Sozialpädagogen begleitet. „Ein Modell, das für uns in Österreich völlig selbstverständlich ist. Für Moldawien und osteuropäische Länder insgesamt ist das aber ein absolutes Novum und eine große Innovation“, sagt Tom Zuljevic-Salamon, der Erfinder und Koordinator der Projekte. Leider hat sich an der wirtschaftlichen Situation in Moldawien noch nicht viel geändert und die Corona-Pandemie wirft das Land in seiner Entwicklung nochmals zurück, weil viele Personen im Land auf das Arbeiten in Westeuropa angewiesen sind.

Corona wirft Land zurück

Das war heuer nicht möglich, was die gesamte Wirtschaftsleistung dramatisch verringert. Die Firma Querdenker hat in den vergangenen Jahren viel finanziert und ermöglicht. Sie hat das Haus gekauft, in dem die Einrichtung untergebracht ist, und stellt dies gratis zur Verfügung, und vieles mehr.

Keine Sachspenden möglich

„Für den heurigen Winter brauchen wir mehr Hilfe aus Österreich“, betont Zuljevic-Salamon. „Ich ersuche daher um Spenden. Da wir leider derzeit aufgrund der Corona-Situation keine Sachspenden nach Moldawien transportieren können, bitten wir um Geldspenden.“ Die ordnungsgemäße Verwendung der Spenden kann auf Facebook unter AO AREAP verfolgt werden oder man kann auch bei der österreichischen Botschaft in Chisinau nachfragen. „Gerne schicken wir aber auch Berichte, wenn wir kontaktiert werden.“ 


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