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FREISTADT. Vor etwa einem halben Jahr hat die sogenannte zweite Welle der Corona-Pandemie Oberösterreich erfasst. Obwohl es in diesen sechs Monaten um ein Vielfaches mehr an Corona-Infizierten sowie Covid-19-Patienten in unseren Spitälern auf den Normalstationen und den Intensivstationen gab, mussten im Klinikum Freistadt der Oberösterreichischen Gesundheitsholding deutlich weniger geplante Operationen verschoben werden als während der ersten Welle im Frühjahr 2020.

  1 / 2   Rund 90 Prozent der geplanten Operationen konnten am Klinikum Freistadt trotz Pandemie seit Mitte Oktober durchgeführt werden. Foto: OÖG, Archivbild

Seit Mitte Oktober 2020 waren im Klinikum Freistadt insgesamt fast 1.300 Operationen geplant, 90 Prozent davon konnten trotz Pandemie wie geplant durchgeführt werden. Die Absetzquote betrug damit nur zehn Prozent. Die Gründe, warum Operationen verschoben werden, sind vielfältig. Kapazitätsengpässe aufgrund der Covid-Maßnahmen und Vorhaltungen sind naturgemäß die Hauptursache.

Auch Patienten verschieben Termine

Operationen fallen aber auch aus, weil Patienten den Termin wegen der Corona-Pandemie von sich aus verschieben beziehungsweise erkrankt sind. Zum Vergleich: Während der ersten Welle im Frühjahr 2020 mussten im Klinikum Freistadt noch 56 Prozent der geplanten Eingriffe verschoben werden. Dies war einerseits auf die völlig unbekannte Situation und die unklaren Entwicklungen zurückzuführen, andererseits war das untere Mühlviertel gleich zu Beginn der Corona-Krise von besonders hohen Fallzahlen betroffen. So wurden in der ersten Welle im Klinikum Freistadt vergleichsweise viele schwer an Covid-19 Erkrankte behandelt. Dennoch wurden auch damals alle akut nötigen Eingriffe und dringlichen Operationen wie Krebsoperationen zu jedem Zeitpunkt durchgeführt.

Stolz auf Mitarbeiter-Team

 “Wir sind sehr stolz darauf, dass trotz der derzeitigen Ausnahmesituation in unserer Klinik und der hohen Belastung für die Mitarbeiter der überwiegende Teil der geplanten Eingriffe auch tatsächlich durchgeführt werden kann. Durch den sogenannten Hybrid-Modus können seit dem vergangenen Sommer neben der Versorgung von Covid-19-Patienten sowohl Akutfälle im vollen Ausmaß versorgt als auch dringliche Operationen wie z. B. Tumoreingriffe weiter durchgeführt werden. Dies gelingt nur durch den unermüdlichen und großartigen Einsatz aller Mitarbeiter, wofür ich ihnen ganz herzlich danken möchte! Ebenso wichtig ist es uns aber, allen Patienten, deren Eingriffe aufgrund dieser außergewöhnlichen Situation verschoben werden müssen, so bald wie möglich einen Ersatztermin anzubieten“, so der Ärztliche Direktor Primar Norbert Fritsch.


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