In den Wind gereimt: Gedicht-Gedanken von Karl Reindl
Und so steht das gesamte Leben im Lande wieder still,nicht weil man’s zum Klimaschutzbeitrag einmal so will.Nein, es ist anders gekommen, und ja es ist leider wahr,ein Virus macht uns zu schaffen, nicht ganz ohne Gefahr.

Jetzt haben wir sie aktuell da, eine Katastrophe von ohnehin vielen,
überrascht brauch man nicht sein, so wie wir mit der Schöpfung spielen.
Und wir haben auf einmal Angst um Gesundheit und den Folgen des Virus‘,
aber beim Umweltzerstören wird zugeschaut ohne zu rühren an Fuß!
Warum lügen wir uns mit den Machenschaften selber jeden Tag denn an,
Die Frage der nächsten Katastrophe ist, wies ausschaut nur mehr das „Wann“.
Nur Wirtschaft, Glamour, Überproduzieren, so heißt es jeden Tag,
müss‘ ma echt so rasant fortschreiten, für d‘Erde doch a große Plag.
Keine Verlangsamung und kein Erholungseffekt weit und breit zu seh’n,
wie soll unser Planet dann in Zukunft noch auf stabilen Beinen steh’n.
Nicht nur Schnellentwicklung, Roboter, Über-DrüberHigh-Tech werden uns weiterbringen,
das bedeutet doch alles nichts, wenn wir einmal nach guter Luft und Wasser ringen.
Wir haben im Grunde alles was wir zum guten angenehmen Leben brauchen,
warum die Ressourcen in diesem Tempo für Unfug und Luxusmüll verbrauchen.
Ja, weil‘s immer nur darum geht, dass die Wirtschaft floriert,
doch der Planet sich absehbar bestimmt nicht mehr regeneriert.
Wir pumpen die Kugel jetzt schon in vollem Tempo aus,
nur des Luxus‘ und des Profits wegen, es ist ein Graus.
Wir sollen Klima schützen, einsparen hier, beim Haus, da und dort,
warum sponsert man anstatt Sozial noch Motorsport.
Es wird im Prinzip nur geredet, aber nichts wirklich getan,
wann fangen wir denn bewusst und klein mal an.
Wenn wir nicht alle beginnen, ein bissal bescheidener zu werden,
so sind’s bald vorbei die echten Schönheiten und Glanzzeiten hier auf Erden.
Vielleicht passt es genau heuer, jetzt im Advent, der echten „Stillen Zeit“,
mit dem Lockdown dazu - kann‘s doch noch werden eine Zeit der Besinnlichkeit!?
Wenn nicht jetzt wann dann - denken wir drüber nach, worum soll‘s im Leben gehen?
Wohin führt es, hineinhorchen, um die wahren Werte im Leben wieder zu verstehen.
Nun einfach zum Verstehen angeführt, etwas höhnisch, manch Beispiele,
die Anzahl der Tatsachen machts aus, das sind ohne viel zu denken, viele.
Auf dem Mars suchen wir nach Wasser und nach möglichem Leben,
andrerseits viele Menschen auf Erden wegen Hunger keinen neuen Tag erleben.
Genug aufwendig Erzeugtes vergeuden wir und werfen tonnenweise Lebensmittel täglich weg,
statt nützlicher Handarbeit, lieber gewischt viel am Handy, da nächste Arme steht um’s Eck.
Echte Werte, Gesellschaft und der Dialog geh‘n schön langsam verloren,
wann werden wieder wahre, echte und lebenswerte Ideen geboren?
Werbefolder gibt es wöchentlich massenhaft und kiloweise,
alle 14 Tage genügen doch auch neue gedruckte Angebotspreise.
Elektrozeug könnt man herstellen, damit sie langlebiger sind,
muss man das ganze Gerät tauschen wegen einem Schalterding?
Dem heimischen Landwirt schiebt man zum Teil den Klimawandel in den Schuh,
lieber künstliches und unkontrolliertes importiertes Lebensmittel als die heimische Kuh.
Hauptsache Fertigfutter mit viel Chemie im Essen steht im Supermarktregal voran,
den nachhaltig arbeitenden Bauer mit hochwertigem Lebensmittel kennt man nicht lohnend an.
Die Schere zwischen arm und reich klafft leider erschreckend auseinander,
bei mehr Gerechtigkeit würde es sich positiv auswirken auf alle untereinander.
Die fleißige Reinigungsfrau und der gute Koch mit schwachem Lohn füllen das Hotel an,
nicht der gut bezahlte Manager, weil er schon wieder kauft ein Gebäude nebenan.
Viele, ja immer mehr, kommen bei uns jetzt schon kaum über die Runden,
wie geht‘s, dass manch Fußballer u. Manager bekommt Millionen umgebunden.
Den Handwerkern, Frächtern, Sozialdienstleistern, … wäre mehr Anerkennung zu geben,
sie sorgen unter harten Umständen für all die Dinge für unser täglich Leben.
Die Wirtschaft wird nun mal mit fleißigen Händen ausgeführt und gemacht,
Betriebe würden nicht lange bestehen, würden’s arbeiten wies die Politik teil‘s macht.
In der Politik wird viel gestritten und ist es oft und derzeit nur ein Gegeneinander,
Das Gehalt steht in keinem Verhältnis, wenn es nicht bald wird ein Miteinander.
Der Politiker/Minister/Kanzlerwechsel in diesem Land, das zeigt negativ auf wo wir stehen,
Unsicherheit, Unproduktivität in der Arbeit, Instabilität, … es tut nichts recht geschehen.
Soviel Wechsel in der Regierung und Politik, immer das hin und her, das ist doch klar,
da ist mit dem Wunschkonzert der Resorts für Minister ergebnisreiche Arbeit einfach rar.
Katastrophen aktuell, wie Hurrikans, Dürrefeuer, Lava, Käfer uns eh schon plagen,
den Meerestieren, dem Regenwald und den Gletschern geht’s ziemlich an den Kragen.
Soviel Herumkünsteln, Genmanipulieren, Digitalisieren auf dieser noch schönen Welt,
ein bissal langsamer könnt‘s sein, sonst das „Gegengift“ uns womöglich fehlt.
Rücksichtslos wird die Natur mit Luxuschalets, dgl., gezeigt, „Am Schauplatz“, verschandelt,
Flächen versiegelt, nur 2-3 Monate im Jahr bewohnt, und verwundert, warum sich’s Klima wandelt.
Almen verbauen, verkaufen und unnötig viele Lifte bauen, da das Geschäft nur zählt,
da geht es auf einmal, wenn mancher bekommt an Patzen Geld hingestellt.
Wenns die Natur nicht bringt, dann könn mas nicht künstlich einrichten,
dieser Effekt ist ja der Klimawandel, wenn ma nicht auf manches verzichten.
So schön die Bilder von 9 Plätze/Schätze oder Klingendem Österreich wir seh‘n,
ob a Bergbauernbua, laut Melissa’s Lied, in 30 Jahren tut auf der Alm noch steh’n?
Nur mehr heißt es Höher, Weiter, Giga, Mega und Digital
Hauptsach im Fernsehen Preisschlacht, Kaufrausch und Werbeknall.
Man kann Klimaschutz von den Medien langsam nicht mehr hörn,
wie solln’s die Kinder einmal versteh‘n, wenn wir weiter so zerstör‘n.
Die wahren Werte san, und reich ist man, wie ma hoffentlich in dieser Zeit nun erfährt,
a G’selligkeit, a Bier miteinand, oder a Spaziergang, gesundheitlich halbwegs unbeschwert.
Zufriedenheit, Bescheidenheit, Freude, Rücksichtnehmen sind weit entfernt,
mit der schnelllebigen Zeit ham ma zwischenmenschlich schon viel verlernt.
Weihnachtlich soll’s bald werden mit Christbaum, Keksalduft und Lieder singen,
die Krippe, das Räuchern und Trompetenklang kann echte Weihnachtsstimmung bringen.
Freu’n ma uns auf‘s Christkindl, ruck ma zaum, lassen wirken des Kerzenscheins Glanze,
und vornehmen, im Frühjahr, zum echten Beitrag man a Bäumchen pflanze.
Weihnachten, a Kerz‘n, a Lichter-Glitzern, a Schnee, a Glühwein, a Tannenbaum,
in der Kindheit war‘s in der Vorweihnachtszeit, ein mit Tränen in den Augen, freudiger Traum.
Setz ma uns zan Tisch, kehrn in uns, san für den Nächsten/Kranken und Bedürftigen da,
dann wird’s wohlig, angenehm, gut und wieder a Weihnachten so wie es früher war!


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