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Alpenverein Freistadt: Wissenswertes über Lawinengefahr

Mag. Michaela Maurer, 22.02.2022 11:04

FREISTADT. Der neunte Lawinenkurs des Alpenvereins Freistadt wurde auf der steirischen Tauplitzalm unter der Leitung des Landesalpinreferenten Thomas Pflügl durchgeführt.

Beim Lawinenkurs gab es praktische Tipps für Wintersportler. (Foto: Alpenverein Freistadt)
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Der Kurs war ausgebucht, was einerseits das enorme Interesse am Skitourengehen und andererseits das Bedürfnis nach Wissen um die Sicherheit im alpinen Bereich zeigt. „Die typischen Fehler sind fehlende Vorbereitung, das Fehlen des Lesens und Verstehens des aktuellen Lawinenberichtes der Region, die Befahrung von heiklen Hängen und fehlende Standardmaßnahmen im Aufstieg oder der Abfahrt“, erklärte Pflügl. Gerhard Kutschera zeigte in Theorie und Praxis, welches Wissen aus den Schneeprofilen generiert werden kann. Anhand der statistikbasierten, strategischen Entscheidungsgrundlage „Stop or Go“ wird subjektive Meinung durch objektives Wissen ersetzt.

Nach einer geballten Ladung von Schnee- und Windinformationen, welche wertvolle Erkenntnisse über die Ablagerung von Triebschnee lieferten, wurde auch die Handhabung von LVS-Geräten (digitales Lawinenverschüttetensuchgerät), Lawinensonde und Schaufel samt Bergungsstrategien in Kleingruppen im Rotationsverfahren geübt. Andreas Freilinger und Jürgen Huber waren die Guides der weiteren Gruppen.

Lawinen-Airbags

Huber demonstrierte auch die neuesten Entwicklungen bei Lawinen-Airbags. „Ein Lawinen-Airbag ist ein Rucksack, der mit einem aufblasbaren Ballonsystem ausgestattet ist, um das Volumen und die Auftriebsfläche eines Skifahrers zu erhöhen. Größere Partikel neigen dazu, an der Oberfläche zu gleiten, dies verringert das Risiko, ganz verschüttet zu werden. Lawinen-Airbags helfen also, den Verschüttungsgrad zu reduzieren, wirken aber nur indirekt auf die Sterblichkeitsrate“, sagte Thomas Pflügl. Neben „Spuren heißt spüren“ oder „Schneeformationen sind Schneeinformationen“ waren auch einige andere Bonmots aus der langjährigen Erfahrung von Thomas Pflügl zu hören.


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