Muschel-Kinder für die Maltsch
LEOPOLDSCHLAG. Gut 200 junge Flussperlmuscheln wurden im Sommer in der Maltsch freigesetzt.

Die Jungtiere stammen aus dem grenzüberschreitenden Interreg-Projekt Malšemuschel und konnten nach einigen Jahren in einer tschechischen Zuchtanlage in die Maltsch überführt werden. Mit dabei war eine kleine Abordnung Behördenvertreter von beiderseits der Grenze, darunter die Leopoldschläger Bürgermeisterin Anita Gstöttenmayr, der das Eurpaschutzgebiet am Grenzfluss stets ein Anliegen ist. . Zum Zeitpunkt der Freisetzung sind die Muscheln etwa ein bis zwei Zentimeter groß. „Vor ihnen liegt nun hoffentlich ein langes Leben, denn die Flussperlmuscheln können mehr als 100 Jahre alt und zehn bis 15 Zentimeter groß werden“, weiß Sarah Höfler vom technischen Büro für Gewässerökologie Blattfisch.
An der Maltsch finden diese äußerst bedrohten Tiere noch vergleichsweise gute Bedingungen vor, da es hier teilweise noch ausgedehnte Feuchtwiesen gibt, aus denen organische Partikel ausgetragen werden, die den Muscheln als Nahrung dienen. Auch der Fluss befindet sich über weite Strecke noch in einem weitgehend naturnahen Zustand, da die schicksalshafte Lage am Eisernen Vorhang menschliche Eingriffe in das Gebiet lange Zeit stark einschränkte.
Die Maltsch oder auf Tschechisch Malše genannt ist daher heute beiderseits der Grenze als sogenanntes Natura 2000 Gebiet bzw. Europaschutzgebiet ausgewiesen. Innerhalb der Gebietsbetreuung ist es das Ziel den Wasser- und Sedimentrückhalt in der Landschaft weiter zu verbessern und so die Maltsch klimafit zu machen und auch den Muscheln einen zukunftsfähigen Lebensraum zu bieten.


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