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Lindner: „Wir brauchen für die Sportvereine rasch Klarheit und einen Sofort-Hilfe-Fonds!“

Mag. Michaela Maurer, 22.04.2020 10:59

BEZIRK FREISTADT/MÜHLVIERTEL. Viele Sportvereine im Mühlviertel warten auf konkrete Ansagen der Bundesregierung, wie es mit den finanziellen Unterstützungen für die Vereine weitergeht. 

Michael Lindner, Askö-Vizepräsident und Bezirksvorsitzender Mühlviertel Foto: Erwin Pils
Michael Lindner, Askö-Vizepräsident und Bezirksvorsitzender Mühlviertel Foto: Erwin Pils

„Die Einnahmenausfälle im Sport gehen jetzt wirklich auf die Substanz – keine Eintrittsgelder, keine Veranstaltungen, Ausfälle  von Sponsoring. Das ist eine Mischung, die den Ehrenamtlichen Sport ins Wanken bringt. Deswegen brauchen die Vereine jetzt rasch einen Sofort-Hilfe-Fonds und keine Ankündigungen!“ verdeutlicht Michael Lindner, Vorsitzender der Askö Mühlviertel, seine Forderung an Sportminister Werner Kogler.

Auch im Mühlviertel sind die Vereine von den Maßnahmen stark betroffen, wie zum Beispiel die Askö Pregarten mit Obmann Martin Brandl: „Mit dem Wegfall der restlichen Frühjahrssaison im Fußball verlieren wir ordentlich Eintrittsgelder. Mit dem Veranstaltungsverbot fehlen uns wichtige Einnahmen unseres großen Wandertages. Und die Wirtschaftskrise kann dazu führen, dass Sponsoring-Einnnahmen stark sinken. Allein bis zum Herbst rechnen wir mit Einnahme-Ausfällen von mindestens 65.000 Euro!“

Lindner: „Landes-Fonds von 2,5 Millionen Euro wird nicht reichen!“

Landtagsabgeordneter Lindner, Sportsprecher im SPÖ-Landtagsklub, kritisiert, dass das der zugesagte Unterstützungsfonds vom Land Oberösterreich mit 2,5 Millionen Euro gedeckelt wurde: „Dieser Fonds kann nur ein Anfang sein. Wenn man sich die Summen der Einnahmen-Ausfälle ansieht, ist rasch klar, dass das Geld nicht reichen wird. Wenn man den Breitensport erhalten will, brauchen wir wesentlich mehr Geld!“

Die psychosozialen Auswirkungen der Isolation werden erst in ein paar Monaten sichtbar werden, daher sind die Sportvereine nach den Lockerungen umso mehr gefordert und müssen funktionieren, um einen Ausgleich zu schaffen. „Genau deshalb brauchen die Sportvereine jetzt rasch die Unterstützung von Land und Bund!“ stellt Lindner abschließend fest.


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