Johannes Keferböck bei Kult-Rallye „Monte“ am Start

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Mag. Susanne  Überegger Online Redaktion, 14.01.2021 16:53 Uhr

PREGARTEN. Rallye-Pilot Johannes Keferböck aus Pregarten und seine Co-Pilotin Ilka Minor werden den Škoda Fabia Rally2 evo des Gawooni Racing Teams beim WM-Auftakt, der selektiven Rallye Monte Carlo von 21. bis 24. Jänner 2021, zünden - als offizielles WRC3-Team und mit Franz Wittmann junior als „Reifenspion-Joker“.

Tagtäglich rückt das Kult-Ereignis um exakt 24 Stunden näher - nachdem vergangene Woche die Rallye Monte Carlo ein „grünes Licht“ seitens der Behörden erhielt, stand zwar für 13. Jänner noch eine weitere Entscheidung im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie an, doch die Gefahr einer Absage in letzter Minute besteht beim klassischen Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) nicht. Jedoch muss diese „Monte“ ohne offizielle Zuschauerplätze auskommen. 

WRC3-Einschreibung

Zwar ist die Rallye pandemiebedingt etwas kompakter wie gewohnt, das Interesse der Piloten hat darunter nicht gelitten: Hinter zehn World Rally Cars starten insgesamt 34 Boliden der Kategorie Rally2 (vormals R5) - acht starten in der für Werksteams ausgeschriebenen WRC2-Weltmeisterschaft.

Die nächsten elf Rally2-Autos bilden das Feld der in die WRC3-Weltmeisterschaft eingeschriebenen Teams - zu ihnen gehört auch das Gawooni Racing Team rund um Johannes Keferböck und Copilotin Ilka Minor, das mit dem brandneuen Škoda Fabia Rally2 evo mit Startnummer 36 die Rallye Monte Carlo in Angriff nimmt, mit Hermann Neubauer (Sartnummer 39) ist noch ein weiteres österreichisches Team dabei.

Vortest 

Am Sonntag wird ein Vortest abgehalten, den auch Johannes Keferböck nützen wird, um sich von seinem  Arbeitsgerät quasi einen inneren Eindruck machen zu können - ein ursprünglich in Österreich geplanter Test musste aus corona- bzw. quarantänetechnischen Gründen ausgelassen werden.

Franz Wittmann junior als Reifenspion

Einen bleibenden Eindruck hinterließ 2009 Franz Wittmann junior, als er bei der damals zur IRC zählenden Monte seinen Mitsubishi Evo IX so richtig fliegen ließ und dabei sogar einige der stärkeren S2000-Piloten schlagen konnte.

Jetzt kehrt der mittlerweile in den Flugsport (Fall- u. Gleitschirm, Segelflug, Akrobatik) gewechselte Sohn des Rekordchampions Franz Wittmann senior nach Monaco zurück: „Ilka hat mich gefragt, ob ich als Reifenspion für Johannes mitmachen möchte - und ich habe nicht lange überlegen müssen, denn die Rallye Monte Carlo ist meine große Liebe - dort bin ich die zwei geilsten Rallyes meines Lebens gefahren.“

Eisspion setzt den Piloten über die Streckenverhältnisse ins Bild 

Die Aufgabe des Eisspions beschreibt Wittmann mit dem „Erstellen eines Bildes von den Streckenverhältnissen“ - welches via Notizen im Aufschrieb „gemalt“ wird. Das Problem diesmal: „Wegen Corona müssen wir schon früher auf die Prüfungen, zum Teil schon um 2 Uhr morgens, da ist der Zeitabstand zwischen dem Erstellen des Bildes und dem Start dieser Prüfung schon sehr groß...“

Dieses Gesamtbild einer Prüfung oder von Prüfungen führt zu Reifenentscheidungen: „Du hast den Slickreifen, den alle in der WRC bei Trockenheit fahren, den breiten Spikereifen und den breiten Schneereifen ohne Spikes.“ Oft werden diese auch, mitunter sogar auch diagonal, gemischt.

Franz Wittmann junior sagt: „Ich werde mich bemühen, einen guten Teil zur Reifenentscheidung beitragen zu können und wäre froh, wenn ich dabei nur halb so gut wie mein Vater sein würde, denn er war auf diesem Gebiet eine Größe für sich. Ich freue mich auf jeden Fall, mit Johannes und Ilka zwei Österreichern bei ihrem Auslandseinsatz helfen zu können.“

 

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