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Online Redaktion, 09.02.2022 12:08

 (Foto: Tips)
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Wieder einmal hinterlässt mich die Lektüre mancher Medien völlig ratlos: Während auf der einen Seite Krokodilstränen über die Absage der Jännerrallye vergossen werden, wird auf der anderen Seite der rasant fortschreitende Klimawandel beweint. Dass es hier einen Zusammenhang geben könnte – kein Thema!  

Wie man im Jahr 2022 wildes durch die Gegend Rasen, Lärmen und unnötigen CO2-Ausstoß – kurz gesagt die Jännerrallye – als tollen Event feiern kann - es ist mir nicht nachvollziehbar. Wirtschaftsfaktor meinetwegen, kurzfristig, sicher nicht nachhaltig, aber um welchen Preis? (Ich bezweifle, dass Rallyefans später wiederkommen, um in unserer schönen Natur wandern zu gehen, wegen der Stille!?). Unsere Kinder gehen für den Klimaschutz auf die Straße, auf Klimakonferenzen wird händeringend nach Lösungen gesucht, Mühlviertler Gemeinden platzieren weithin sichtbar schöne Taferl mit der Aufschrift „Klimaschutzgemeinde“ und beschwören Sonnen- und Windenergie … tatsächlich alles nur „blabla“? Doch nicht nur aus Klimaschutz-, Tierschutz- (die Rallyestrecke führt auch mitten durch Waldgebiete) und Anrainerschutzgründen ist diese Veranstaltung vollkommen „aus der Zeit gefallen“, sondern auch der Nachahmungseffekt darf nicht unterschätzt werden. Schon seit Wochen sind Möchtegernrallyefahrer unterwegs und drücken ordentlich aufs Gas, nach der Rallye wird es erfahrungsgemäß noch schlimmer. Zur Erinnerung: Rasen ist auf den Straßen die Todesursache Nummer Eins.  

Ein verantwortungsvoller Blick nach „Übermorgen“ (Aufschrift auf einem Steinmonument an der Ortseinfahrt von Windhaag) ist dringend nötig, mit einer Veranstaltung wie der Jännerrallye fahren wir aber geradewegs und ziemlich schnell nach „Vorgestern“ und das Klima gegen die Wand. 

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von

Helene Affenzeller-Touzé,

Windhaag bei Freistadt 


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