Pétanque Sport Verein Freistadt empfängt ihren "WM-Hero" Maris Newerkla.
FREISTADT. Maris Newerkla schreibt österreichische Sport-Geschichte mit seinem neunten Platz bei den Pétanque-Weltmeisterschaften in Dänemark.

Schon die Qualifikation für diese Großereignis des 17-jährigen Schülers aus Freistadt war eine Sensation. Dass Maris dann im Tete-a-Tete-Bewerb (Einzel) als jüngster Teilnehmer aber so abliefert, hat alle Erwartungen übertroffen: „Ein Aufstieg in eine WM-KO-Phase ist bisher noch keinem österreichischen Spieler gelungen“; heißt es vom Pétanque-Verein Freistadt. Maris mit seinen 17 Jahren hat alle überrascht mit seiner Technik, Taktik und mentalen Stärke, somit ist er mitten in der Weltklasse angekommen. Besonders in Erinnerung bleibt dabei sein Sieg über den stärksten deutschen Spieler Matthias Laukart, der Deutschland aus dem Bewerb, und Maris ins Achtelfinale katapultierte.
Der Pétanque-Sport ist international und auch in all unseren Nachbarländern professionell aufgestellt mit hauptberuflichen Funktionäre, Trainer und Strukturen, die vergleichbar mit anderen Sportarten wie Tennis oder Fußball sind. In Österreich steckt der Sport noch in den Kinderschuhen, alles passiert hier ehrenamtlich und auf Eigeninitiative einiger weniger Personen. „Durch Erfolge wie die von Maris wird sich aber in nächster Zeit bestimmt auch in Österreich Einiges bewegen lassen.“
Erstaunliche Leistung
Umso erstaunlicher ist die Leistung von Maris einzuschätzen, der trotz seines jungen Alters bereits auf mehrere österreichische Meistertitel zurückblicken kann. In vielen Ländern mit langjähriger Pétanque-Tradition gibt es Strukturen, die die Spieler von Kindheit an begleiten durch Jugend-Kader, aufbauende Trainings und Selektionen, Turniere für Kinder, Jugendliche und vieles mehr. „Das alles fehlt in Österreich. Maris hat sich durch sein Talent und seinen Willen in wenigen Jahren zu einem internationalen Spitzenspieler gemacht, und das mehr oder weniger als Autodidakt.“
Die Platzierung unter den weltbesten Spielern ist nun der Lohn für seine Arbeit an sich selbst. „Der PSV Freistadt ist stolz, so ein Aushängeschild in seinen Reihen zu haben. Das stärkt den Verein sportlich, weil Maris der perfekte Maßstab ist und sein Können und Wissen auch in Vereins-Trainings weitergibt. Und es bringt nun vielleicht auch wieder vermehrt Kinder und Jugendliche zum spektakulären Präzisionssport in Freistadt, die sehen: Maris ist cool, Pétanque Spielen ist cool. Es ist auch schön zu sehen, wie sich Freistadt immer mehr als eine Stadt für besondere Sportarten (zum Beispiel Faustball) etabliert. Der Verein freut sich über den wachsenden Rückhalt in der Bevölkerung aber auch der Stadtpolitik. Pétanque in Freistadt bedeutet nämlich: Sport auf höchsten Niveau aber ebenso kurzweiliges Freizeitvergnügen für alle“, so der PSV Freistadt.


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